Solarstrom für Kommunen in Rheinland Pfalz spart Energiekosten
- Viele Kommunen können nach Einschätzung der Energieagentur mit Erneuerbaren Geld sparen. (Symbolbild)
- Foto: Thomas Frey/dpa
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Rheinland Pfalz. Eigener Solarstrom kann Kommunen deutlich bei den Energiekosten entlasten. Nach Einschätzung der Energie und Klimaschutzagentur Rheinland Pfalz lassen sich mit Photovoltaik und Batteriespeichern große Teile des Strombedarfs günstiger decken.
Die eigene Stromerzeugung sei mit rund 6 bis 10 Cent pro Kilowattstunde besonders preiswert, sagte der Referent für erneuerbare Energien Torsten Seltmann der Deutschen Presse Agentur in Mainz. Strom aus dem Netz koste häufig 25 bis 35 Cent pro Kilowattstunde. Kommunen könnten ihre Gebäude deshalb deutlich günstiger versorgen.
Beispiel aus Alzey
Wie groß das Sparpotenzial sein kann zeigt die Stadt Alzey. Die Kommune mit rund 20000 Einwohnern hat in den vergangenen zwei Jahren acht Photovoltaikanlagen mit insgesamt etwa 450 Kilowatt Peak Leistung installiert. Hinzu kommen fünf Batteriespeicher mit zusammen 120 Kilowattstunden Kapazität.
Der Eigenverbrauch des erzeugten Stroms liegt nach Schätzungen bei etwa 50 Prozent. Dadurch spart die Stadt jedes Jahr rund 60000 Euro Energiekosten.
Batteriespeicher erhöhen den Nutzen
Batteriespeicher können die Wirtschaftlichkeit zusätzlich steigern. Ohne Speicher werde überschüssiger Solarstrom oft tagsüber ins Netz eingespeist und nur niedrig vergütet. Wird später Strom benötigt muss er häufig deutlich teurer eingekauft werden.
Mit einem Speicher lässt sich der eigene Solarstrom dagegen zwischenspeichern und am Abend oder in der Nacht nutzen. Dadurch steigt der Eigenverbrauch und der teure Rückkauf von Strom aus dem Netz wird vermieden.
Zusätzliche Einsparungen durch gemeinsame Nutzung
Weitere Möglichkeiten bieten sogenannte Bilanzkreismodelle innerhalb einer Kommune. Dabei kann der auf einem Gebäude erzeugte Solarstrom rechnerisch auch anderen kommunalen Gebäuden zugeordnet werden.
- zum Beispiel Schulen
- Kitas
- Rathäuser
- Sporthallen
Überschüssiger Strom von einem Dach kann so an anderer Stelle genutzt werden. Kommunen schöpfen ihre eigene Stromproduktion dadurch besser aus.
Nach Einschätzung der Energieagentur wirkt der Ausbau der Eigenversorgung zudem wie eine Absicherung gegen steigende Strompreise. Die Kosten für selbst erzeugten Strom bleiben stabil und sind von künftigen Preissteigerungen am Markt weitgehend unabhängig. dpa/red
Autor:Cornelia Bauer aus Speyer |
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