So dreist ist die Nachsende-Abzocke: 100 Euro für eine simple Weiterleitung
- Augen auf bei der Erteilung eines Nachsendeauftrags. (Symbolbild)
- Foto: Wolf von Dewitz/dpa
- hochgeladen von Cornelia Bauer
Rheinland-Pfalz. Wer nach einem Umzug einen Nachsendeauftrag einrichtet, kann im Internet deutlich zu viel zahlen. Darauf haben das Landeskriminalamt und die Verbraucherzentrale in Rheinland-Pfalz hingewiesen.
Nach Angaben der Behörden bieten Online-Firmen Nachsendeaufträge für sechs Monate teils für mehr als 100 Euro an. Der offizielle Nachsendeservice der Deutschen Post kostet bei einer Online-Beauftragung dagegen 31,90 Euro.
Webseiten wirken wie ein Angebot der Post
Laut Mitteilung erwecken manche Internetseiten den Eindruck, ein Angebot der Deutschen Post zu sein. Tatsächlich führen diese Firmen die Nachsendung nicht selbst durch. Sie leiten den Auftrag nur an die Deutsche Post weiter.
In bislang bekanntgewordenen Fällen in Rheinland-Pfalz wurden demnach unter anderem die Seiten „nachsendeauftrag.services“ und „nachsendung.online“ genutzt.
Hunderttausende Aufträge laufen über Drittanbieter
Nach früheren Angaben der Deutschen Post landen jedes Jahr etwa 350.000 Nachsendeaufträge bei solchen Drittanbietern. Die Post muss diese weitergeleiteten Aufträge wegen einer gesetzlichen Pflicht annehmen. Darüber hinaus gibt es nach Angaben der Mitteilung keine Verbindungen zu diesen Firmen. dpa/red
Autor:Cornelia Bauer aus Speyer |
|
| Cornelia Bauer auf Facebook | |