Sicheres Radfahren: Checkliste für Kinder in Klasse 5 und 6

Mit dem Wechsel auf die weiterführende Schule fahren viele Kinder häufiger allein Rad. Eine neue Checkliste von DVW und UDV hilft, Fähigkeiten realistisch einzuschätzen und gezielt zu üben. | Foto: Deutsche Verkehrswacht
  • Mit dem Wechsel auf die weiterführende Schule fahren viele Kinder häufiger allein Rad. Eine neue Checkliste von DVW und UDV hilft, Fähigkeiten realistisch einzuschätzen und gezielt zu üben.
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Sicheres Radfahren Kinder Sekundarstufe. Eine neue Checkliste von Deutscher Verkehrswacht und Unfallforschung der Versicherer hilft, die Radfahrkompetenz von Kindern in Klasse 5 und 6 alltagsnah einzuschätzen und gezielt zu stärken.

Typische Situation nach dem Schulwechsel: Der Weg wird länger, der Verkehr unübersichtlicher, und viele Kinder fahren häufiger allein. Die Checkliste soll dabei helfen, Fähigkeiten nicht zu überschätzen und konkrete Übungsfelder zu erkennen, bevor es im Straßenverkehr stressig wird.

Herausgegeben wurde die Elterninformation von der Deutschen Verkehrswacht (DVW) und der Unfallforschung der Versicherer (UDV). Sie ergänzt das Radfahrtraining „Geschickt und sicher auf dem Rad!“ für die Sekundarstufe.

Warum das Thema ab etwa zehn Jahren wichtiger wird

DVW und UDV begründen das Angebot mit einem erhöhten Unfallrisiko bei Kindern ab einem Alter von zehn Jahren im Vergleich zu jüngeren Kindern. Gleichzeitig ist die Phase nach der Radfahrausbildung in der 4. Klasse oft ein Bruch im Alltag, weil mit dem Wechsel auf die weiterführende Schule neue, komplexere Situationen hinzukommen und Begleitung durch Erwachsene seltener wird.

Welche Fähigkeiten in Klasse 5 und 6 praktisch zählen

Im Training für die Klassen 5 und 6 geht es laut DVW und UDV darum, mehrere Anforderungen gleichzeitig sicher zu bewältigen und in komplexen Situationen anzuwenden. Dazu gehören vor allem:

  • Gleichgewicht sicher halten, auch bei wechselndem Untergrund
  • Handzeichen geben, ohne dabei die Kontrolle über das Fahrrad zu verlieren
  • Umschauen, ohne die Spur zu verlassen
  • Schwierige Situationen erkennen und vorausschauend handeln
  • Perspektive anderer Verkehrsteilnehmer einnehmen

Diese Kombination ist im Alltag entscheidend, etwa an Kreuzungen, bei parkenden Autos, vor Einfahrten oder wenn gleichzeitig Verkehr von vorn und hinten kommt.

So lässt sich die Elterninformation nutzen

Die Checkliste ist als praxisnahes Hilfsmittel gedacht, um Stärken und Unsicherheiten systematisch sichtbar zu machen. Das kann die Entscheidung erleichtern, welche Strecken zunächst besser gemeinsam geübt werden und welche Situationen gezielt trainiert werden sollten.

Die Elterninformation wird kostenlos zum Download bereitgestellt: Elterninfo als PDF. Weitere Informationen zum Projekt gibt es hier: Projekt „Geschickt und sicher auf dem Rad!“.

Am Ende geht es um eine pragmatische Einordnung: Je klarer typische Alltagssituationen geübt sind, desto souveräner wird der Schulweg mit dem Fahrrad. red

Autor:

Thorsten Kornmann aus Karlsruhe

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