Sicher fahren nach Führerschein: So gelingen erste Alleinfahrten
- Bei den ersten Alleinfahrten helfen vertraute Strecken und wenig Verkehr, um sicherer mit dem Auto zu werden
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Erste Autofahrten nach dem Führerschein. Nach bestandener Prüfung beginnt für viele Fahranfänger die erste Zeit allein am Steuer. Vertraute Strecken, wenig Verkehr und kurze Fahrten können helfen, Sicherheit und Routine aufzubauen.
Der Stolz über den bestandenen Führerschein ist groß. Doch die ersten Kilometer ohne Fahrlehrer fühlen sich für manche ungewohnt an. Während einige sofort losfahren, sind andere zunächst unsicher. Die Prüfgesellschaft GTÜ empfiehlt deshalb einen behutsamen Einstieg.
Das eigene Auto erst in Ruhe kennenlernen
Nach der Fahrschule geht es meist nicht mehr im Ausbildungsfahrzeug weiter. Diese Autos sind oft mit vielen Assistenzsystemen ausgestattet. Ältere Familienautos oder günstige Anfängerfahrzeuge haben solche Helfer nicht immer.
Deshalb lohnt es sich, das eigene Fahrzeug zunächst auf ruhigen Strecken kennenzulernen. Dazu gehören einfache Fahrten in vertrauter Umgebung. So lassen sich Bremsverhalten, Sicht, Schaltung oder Assistenzsysteme ohne Zeitdruck ausprobieren.
Vertraute Strecken statt unbekannter Wege
Navigationsgeräte führen zwar zuverlässig ans Ziel. Für die ersten Alleinfahrten kann es dennoch sinnvoll sein, bekannte Wege zu wählen. Die Aufmerksamkeit bleibt dann stärker beim Verkehr und weniger bei Abbiegehinweisen oder neuen Straßen.
Auch die Tageszeit spielt eine Rolle. Wenig Verkehr erleichtert den Einstieg. Geeignet sind etwa frühe Morgenstunden oder ruhigere Zeiten am Wochenende. Dichter Feierabendverkehr in engen Innenstädten erhöht dagegen den Stress.
Schwierige Wetterbedingungen können gerade zu Beginn zusätzlich fordern. Dazu zählen unter anderem:
- Nebel
- Starkregen
- schlechte Sicht oder rutschige Straßen
Solche Situationen verlangen selbst erfahrenen Autofahrern viel Aufmerksamkeit ab.
Gedrängel von hinten gehört im Straßenverkehr ebenfalls dazu. Die GTÜ rät dennoch, das eigene Tempo beizubehalten, solange es zur Verkehrssituation passt. Ein ruhiger Fahrstil hilft, Fehler zu vermeiden.
Kürzere Fahrten bringen schneller Routine
Längere Fahrten können anfangs anstrengend sein. Fahranfänger müssen viele Situationen gleichzeitig beobachten und einschätzen. Dadurch entsteht schneller Ermüdung.
Kürzere Strecken erleichtern den Einstieg. Wenn längere Fahrten nötig sind, können regelmäßige Pausen helfen. Schon wenige Minuten Bewegung an der frischen Luft sorgen oft dafür, dass die Konzentration wieder steigt.
Erfahrene Begleitung kann Sicherheit geben
Auf den ersten Fahrten kann eine erfahrene Person auf dem Beifahrersitz unterstützen. Wichtig ist eine ruhige Atmosphäre. Zu viele Hinweise oder belehrende Kommentare erhöhen den Druck.
Bleibt die Begleitperson gelassen, kann sie helfen, Verkehrssituationen einzuschätzen und Sicherheit zu gewinnen. Mit zunehmender Routine werden die ersten Alleinfahrten dann schnell zum normalen Alltag am Steuer. dpa/red
Autor:Sarah Isele aus Mannheim-Nord |