Sicher baden bei Hitze: Diese 3 Orte sind besonders riskant
- Blaualgen sind an grün-bläulichen Algenteppichen im Wasser zu erkennen.
- Foto: Soeren Stache/dpa/dpa-mag
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Sicher baden bei Hitze. Wer sich abkühlen will, fährt mit bewachten Badestellen, Freibädern oder Badeseen mit Wasseraufsicht am sichersten. In Flüssen, an Stränden mit roter oder schwarz-weißer Flagge und in Seen mit Algenteppichen steigt das Risiko deutlich.
Gerade an heißen Tagen wirkt ein Sprung ins Wasser naheliegend. Andreas Paatz, Bundesleiter der DRK-Wasserwacht, ordnet das klar ein: "Nur dort baden, wo es eine Wasseraufsicht gibt, wo man also weiß, dass man im Notfall Hilfe bekommt. Das kann natürlich das Freibad sein, aber auch der Badesee."
Flüsse, Sperrflaggen und Blaualgen sind die größten Warnzeichen
In Flüssen ist Baden zwar nicht grundsätzlich verboten, solange ausreichend Abstand zu Brücken, Schleusen, Wehren und Häfen eingehalten wird und kein Badeverbot gilt. Fachleute raten dennoch davon ab, weil die Strömung oft unterschätzt wird. "Das sieht von außen gar nicht so aus, aber das Wasser bewegt sich mit einer so starken Kraft, dass man als Badender zur Flussmitte gezogen werden kann", sagt Andreas Paatz.
Wer dann versucht, direkt gegen die Strömung zum Ufer zurückzuschwimmen, verliert schnell Kraft. Für solche Situationen rät Paatz: "Auf den Rücken legen, den Blick in Richtung Land und dann versuchen, sich mit der Strömung mittragen zu lassen." Wichtig bleibt auch, laut auf sich aufmerksam zu machen, damit Hilfe geholt werden kann.
Zusätzlich gefährlich wird es dort, wo Schiffe unterwegs sind. Sie erzeugen Wellen und Sog. "Man kann sich vorstellen, wie verschwindend klein ein Schwimmender vom Führerhaus eines großen Schiffes aus ist. Außerdem ist die Reaktion eines Schiffes träge", warnt Andreas Paatz.
Am Meer geben Flaggen eine klare Orientierung. Weht eine rote Flagge, sollte niemand baden, auch erfahrene Schwimmer nicht. Dann können etwa starke Strömung, hoher Wellengang oder verunreinigtes Wasser ein Risiko sein. Auch die schwarz-weiß geviertelte Flagge bedeutet Badeverbot, weil dieser Bereich für Wassersport wie Segeln, Surfen oder Jetskis vorgesehen ist.
- Rot-gelbe Flagge: Baden ist möglich, Rettungsschwimmer sind im Einsatz.
- Gelbe Flagge: Baden ist erlaubt, aber nur mit erhöhter Vorsicht und auf eigenes Risiko.
- Schwarz-weiß geviertelte Flagge: Baden ist verboten.
- Orangefarbener Windsack: Aufblasbare Schwimmhilfen wie Luftmatratzen oder Schwimmringe können aufs offene Meer abtreiben.
Badeseen mit blaugrünem Wasser besser meiden
In Badeseen gelten Blaualgen als klares Warnsignal. Färbt sich das Wasser bläulich oder blaugrün oder treiben Schlieren und Algenteppiche auf der Oberfläche, spricht das für eine starke Vermehrung von Cyanobakterien. Der Bund für Umwelt- und Naturschutz Deutschland weist darauf hin, dass diese Stoffe bilden können, die unter anderem Übelkeit, Erbrechen, Durchfall, Fieber, Atemnot oder Hautreizungen auslösen.
Begünstigt wird die Vermehrung durch hohe Temperaturen und Nährstoffeinträge etwa aus Düngerresten. Für den Badealltag heißt das vor allem: Sicher ist Abkühlung dort, wo Wasseraufsicht, klare Kennzeichnung und unauffällige Wasserqualität zusammenkommen. dpa/red
Autor:Sarah Isele aus Mannheim-Nord |