Schulstart nach den Ferien: So wird der Schulweg für Kinder sicherer
- Für Erstklässler und ihre Familien startet mit dem ersten Schultag oft auch die große Frage: Wie kommt das Kind sicher zur Schule?
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Region. Wenn in den ersten Bundesländern am Wochenende die Sommerferien enden, wird es morgens vor Schulen wieder voller. Für viele Kinder beginnt das neue Schuljahr. Für Erstklässler und ihre Familien startet mit dem ersten Schultag oft auch die große Frage: Wie kommt das Kind sicher zur Schule?
Der Automobilclub von Deutschland (AvD) erinnert daran, dass sich beim Schulbeginn auch das Unfallrisiko erhöht. Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes passierten im Jahr 2024 zwischen 7 und 8 Uhr 13 Prozent aller Verkehrsunfälle mit Kindern. Genau dann sind viele auf dem Weg zur Schule. Der AvD erklärt außerdem, dass Kindern oft noch die Fähigkeiten fehlen, um Geschwindigkeit, Entfernungen und komplexe Verkehrssituationen sicher einzuschätzen.
Schulweg vorab üben und nicht nur den kürzesten nehmen
Der AvD empfiehlt Eltern, den Schulweg zunächst gemeinsam zu gehen und erst später eigenständig zu Fuß oder mit dem Fahrrad zurücklegen zu lassen. Wichtig ist, die Strecke schon vor dem Schulstart abzugehen. Eltern sollen dabei zeigen und üben, wie Straßen und Kreuzungen sicher überquert werden und wo mögliche Gefahrstellen liegen. Der kürzeste Weg muss laut AvD nicht immer der sicherste sein.
Auch sogenannte Laufbusse können helfen. Viele Schulen setzen dabei mit Unterstützung von Eltern und Kommunen darauf, dass Grundschulkinder nach einer Eingewöhnungszeit in Gruppen und gemeinsam mit Erwachsenen eine feste Route mit verbindlichen Abholzeiten laufen. Diese Form des Schulwegs heißt auch Pedibus, Walkingbus oder Schulbus auf Füßen. Eltern können bei ihrer Grundschule nachfragen, ob es ein solches Angebot gibt. Viele Schulen bieten außerdem Schulwegpläne an, in denen kritische Stellen markiert sind.
Der AvD verweist darauf, dass solche Aktionen auch Bring- und Abholstaus vor Schulen reduzieren können. Diese Elterntaxis führen nach Darstellung im Umfeld von Schuleingängen nicht selten zu gefährlichen Situationen, wenn Autos und Fußgängerinnen und Fußgänger unkoordiniert aufeinandertreffen. Der Deutsche Verkehrssicherheitsrat (DVR) empfiehlt Kommunen deshalb Bring- und Hol-Zonen im unmittelbaren Umfeld von Schulen. Diese Zonen ersetzen laut DVR aber keine sicheren Schulwege und können nur ein Bestandteil eines breiteren Mobilitätskonzepts sein.
Mit dem Fahrrad zur Schule: Was Kinder können müssen
Für den Schulweg mit dem Rad nennt die Deutsche Verkehrswacht ein Alter als Orientierung. Demnach verfügen Kinder erst mit 9 oder 10 Jahren über viele Fähigkeiten, die eine Teilnahme am Straßenverkehr mit dem Fahrrad erlauben. Die Radfahrausbildung im 3. und 4. Schuljahr soll dann weitere Erfahrung vermitteln.
Wichtig sind auch die Regeln aus der Straßenverkehrs-Ordnung. Kinder bis acht Jahre müssen auf dem Gehweg radeln. Ein Elternteil darf dort auf dem Rad mitfahren. Bis zum 10. Lebensjahr ist das Radfahren auf dem Gehweg noch erlaubt. Eltern müssen dann aber auf der Straße fahren.
Der AvD empfiehlt außerdem, beim Radfahren immer einen Helm zu tragen. Eine Pflicht gibt es rechtlich nicht, der Sicherheitsgewinn gilt aber als nachgewiesen. Das Fahrrad soll zudem eine funktionierende Licht- und Bremsanlage haben und mit zusätzlichen Reflektoren ausgestattet sein. Spätestens im Herbst rät der AvD zu heller Kleidung, weil es früher dämmert.
Autor:Anja Stemler aus Kusel-Altenglan |