Schottergarten umbauen: So wird der Vorgarten wieder lebendig
- Wenn der Vorgarten im Sommer zur Hitzefalle wird, können Ziergräser und blühende Stauden die Fläche wieder begrünen und zugleich Sichtschutz schaffen.
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Schottergarten umbauen. Aus einer Schotterfläche vor dem Haus kann mit wenigen, passenden Schritten wieder ein grüner Vorgarten werden, der sich weniger aufheizt und Regenwasser besser versickern lässt.
Gerade im Sommer fällt vielen Hausbesitzerinnen und Hausbesitzern auf, wie stark sich Steine tagsüber aufheizen und die Wärme nachts wieder abgeben. Dazu kommt, dass Schotterflächen Regenwasser kaum aufnehmen, und dass sich zwischen den Steinen mit der Zeit Laub, Staub und Samen sammeln, auf denen dann Unkraut und Moos wachsen.
Der Bundesverband Garten-, Landschafts- und Sportplatzbau (BGL) ordnet das so ein: Was oft als „pflegeleicht“ gedacht war, wird im Alltag häufig zur mühsamen Daueraufgabe. Gleichzeitig werden die Regeln strenger, weil in allen Bundesländern nicht überbaute Flächen grundsätzlich zu begrünen sind, und viele Länder das in den letzten Jahren in ihren Bauordnungen klarer festgeschrieben haben.
Was aus Schotter werden kann: Steingarten statt „Schotterwüste“
Schotter muss nicht automatisch entsorgt werden. Der BGL beschreibt eine Lösung, bei der die Fläche als echter Kies- oder Steingarten weiterentwickelt wird, also als karger, aber lebendiger Standort für passende Pflanzen und als Rückzugsraum für Tiere.
Wichtig ist laut BGL vor allem der Untergrund:
- Keine Folie unter dem Schotter, damit Regenwasser versickern kann und Bodenorganismen bis an die Oberfläche gelangen.
- Wenn eine Folie liegt, wird sie zuerst fachgerecht entfernt und entsorgt.
- Schotter und Kies wieder einbauen und mit Feinkorn anreichern, zum Beispiel Grubensand.
- Boden aufarbeiten, lockern und je nach Ausgangslage mit Humus durchmengen.
Für die Bepflanzung nennt der BGL Arten, die von Natur aus an magere, trockene Standorte angepasst sind. Beispiele sind Steppensalbei (Salvia nemorosa), Felsenbirne (Amelanchier ovalis) und Bibernellrose (Rosa pimpinellifolia). Auch Wolfsmilchgewächse, Küchenschelle (Pulsatilla vulgaris) und Kissenstauden können die Fläche begrünen.
Wenn Schotter komplett weg soll: Umgestaltung mit pflegearmen Pflanzen
Wer statt einer Steinfläche wieder einen klassischen grünen Vorgarten möchte, landet meist bei einer größeren Umgestaltung. Dabei werden Steine abgetragen, Folie entfernt und ein lockerer, belebter Boden hergestellt, auf dem eine gemischte Bepflanzung wachsen kann.
Weil Pflegeaufwand im Vorgarten oft ein zentrales Entscheidungskriterium bleibt, empfiehlt der BGL vor allem robuste, vergleichsweise genügsame Arten. Genannt werden Ziergräser wie Chinaschilf (Miscanthus sinensis) als Sichtschutz und Blickfang oder bodendeckende Sorten wie Japan-Segge (Carex foliosissima). Dazu passen blühstarke Stauden wie Astern, Anemonen oder Echinacea.
Schotter weiterverwenden, statt entsorgen
Auch bei einer „grünen“ Neugestaltung kann vorhandener Schotter laut BGL sinnvoll genutzt werden, zum Beispiel als kleine Sitzfläche mit Bank oder als Gestaltungselement an anderer Stelle im Garten. Dahinter steht der Gedanke, Material weiter zu verwenden, statt es wegzuwerfen und neu zu kaufen.
Unterm Strich hilft ein Umbau vor allem dann, wenn Folie entfernt wird und die Fläche wieder Wasser in den Boden lässt, und wenn Pflanzen gewählt werden, die zum Standort passen.
Dieser Text wurde mit maschineller Unterstützung erstellt und redaktionell geprüft.
Autor:Jens Vollmer aus Wochenblatt Kaiserslautern |