Schmerzen nach dem Baden: Wasserrute bei Hunden erkennen
- Bei der sogenannten Wasserrute handelt es sich um eine schmerzhafte Muskelerkrankung am Rutenansatz.
- Foto: Uwe Anspach/dpa/dpa-mag
- hochgeladen von Cornelia Bauer
Wasserrute beim Hund. Schmerzen nach dem Baden lassen sich oft schnell einordnen, wenn der Schwanz plötzlich verkrampft hängt und der Hund sich nur noch vorsichtig bewegt.
Vor allem nach langem Schwimmen oder einem Bad in kaltem Wasser kann es bei Hunden zu einer sogenannten Wasserrute kommen. Dabei handelt es sich um eine schmerzhafte Muskelerkrankung am Ansatz der Rute, erklärt Tierärztin Tina Hölscher von Aktion Tier.
Auffällig ist meist eine ungewohnte Haltung des Schwanzes. Betroffene Tiere bewegen sich vorsichtig und wirken oft unglücklich. Nach Einschätzung von Fachleuten kann kalte Nässe die Durchblutung der Schwanzmuskeln beeinträchtigen. Dadurch können die Muskeln geschädigt werden und starke Schmerzen im Bereich der Rute entstehen.
Die Behandlung ist meist in wenigen Tagen erfolgreich
Die gute Nachricht ist laut Hölscher, dass Tierärzte in der Regel rasch helfen können. "Die Therapie ist einfach und fast immer erfolgreich", so Hölscher.
Üblich ist ein Schmerzmittel, das einmal täglich gegeben wird und zugleich entzündungshemmend wirkt. Das Medikament wird über fünf Tage verabreicht. Oft geht es den Hunden schon in diesem Zeitraum deutlich besser.
Während der Behandlung sollte auf kühlende Bäder verzichtet werden. Für den Alltag heißt das: Wenn der Hund nach dem Schwimmen den Schwanz auffällig hält und Schmerzen zeigt, lässt sich die Ursache oft gut behandeln. dpa/red
Autor:Sarah Isele aus Mannheim-Nord |