Rindertuberkulose: Baden-Württemberg kontrolliert weiter streng
- Insbesondere auf der Alm infizieren sich Rinder bei Rotwild oder anderen infizierten Kühen. (Symbolbild)
- Foto: Angelika Warmuth/dpa
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Stuttgart. Rinder aus dem Südwesten werden weiterhin streng kontrolliert, um eine Ausbreitung der Rindertuberkulose zu verhindern. Nach Angaben des baden-württembergischen Agrarministeriums wird vor allem während der Sommerweide genau hingeschaut.
Tests nach Rückkehr von Alpenweiden
Hintergrund sind wiederkehrende Fälle der Tierseuche in Österreich. Besonders in Tirol und Vorarlberg kommt der Erreger seit einigen Jahren bei Rotwild vor. Kühe können sich auf gemeinsamen Weiden auf Almen infizieren.
Deshalb werden in Baden-Württemberg seit 2013 alle Rinder getestet, die nach der Weidezeit von bayerischen oder österreichischen Almen zurückkehren. Nach Einschätzung des Agrarministeriums hat sich dieses Vorgehen bewährt.
Zuletzt wurden im Jahr 2024 zwei infizierte Tiere festgestellt. Sie hatten zuvor Kontakt zu Krankheitsfällen in Bayern. Die Untersuchungen der zurückkehrenden Weidetiere sollen deshalb weiterhin fortgesetzt werden.
Deutschland gilt offiziell als frei von der Seuche
Im April wurden im österreichischen Bregenzerwald erneut Fälle von Rindertuberkulose gemeldet. Deutschland gilt laut Bundesinstitut für Risikobewertung dennoch seit 1997 offiziell als frei von der Tierseuche.
Rindertuberkulose ist eine bakterielle Infektion, die verschiedene Organe befallen kann. Häufig entwickelt sich eine Lungentuberkulose bei den Tieren. Die Krankheit ist meldepflichtig und kann auch auf Menschen übertragen werden.
Wird in einem Betrieb ein positives Tier entdeckt, müssen alle Rinder des Bestands getestet werden. Erkrankte Tiere werden gekeult. dpa/red
Autor:Cornelia Bauer aus Speyer |
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