Rentenstreit in Saarland und Mainz: SPD wehrt sich

Alexander Schweitzer, SPD-Fraktionsvorsitzender in Rheinland-Pfalz. (Archivbild) | Foto: Boris Roessler/dpa
  • Alexander Schweitzer, SPD-Fraktionsvorsitzender in Rheinland-Pfalz. (Archivbild)
  • Foto: Boris Roessler/dpa
  • hochgeladen von Cornelia Bauer

Saarbrücken/Mainz. Für Beschäftigte mit 45 Beitragsjahren wächst der Widerstand gegen eine mögliche Abschaffung der abschlagsfreien Rente in Saarland und Rheinland-Pfalz. Nach Saar-Ministerpräsidentin Anke Rehlinger hat sich auch der Vorsitzende der SPD-Fraktion im rheinland-pfälzischen Landtag, Alexander Schweitzer, klar gegen die Pläne gestellt.

Im Bundessozialministerium unter Leitung von SPD-Chefin Bärbel Bas wird derzeit an einer Rentenreform gearbeitet. Nach Vorschlägen einer Kommission soll die bisher mögliche abschlagsfreie Rente nach 45 Beitragsjahren wegfallen. Dagegen hatten sich bereits die fünf ostdeutschen Ministerpräsidenten ausgesprochen.

Worum es bei der „Rente mit 63“ geht

Gemeint ist die abschlagsfreie Rente für Menschen, die 45 Jahre in die Rentenversicherung eingezahlt haben. Für viele Betroffene ist das eine wichtige Planungsgrundlage für den Übergang aus dem Berufsleben. Eine Abschaffung würde vor allem diejenigen treffen, die ihren Renteneintritt bereits darauf ausgerichtet haben.

Rehlinger sagte den Zeitungen der Funke Mediengruppe, sie lehne den aktuellen Vorschlag ab, weil er dem Respekt vor der Lebensleistung vieler Menschen widerspreche. Zugleich brachte sie eine mögliche Abschwächung ins Gespräch. Eine Neuregelung dürfe zumindest nicht für Menschen gelten, die ihre Altersvorsorge bereits anders geplant hätten.

Schweitzer pocht auf Anerkennung der Lebensleistung

Schweitzer sagte der dpa, Lebensleistung verdiene Anerkennung. Wer über Jahrzehnte gearbeitet habe, etwa am Fließband, auf dem Bau, in der Pflege oder im Büro, habe sich seine Rente verdient. Wer 45 Beitragsjahre voll habe, müsse selbst über den Zeitpunkt des Ausscheidens entscheiden können. Das müsse ohne Abschläge und ohne zusätzlichen Rechtfertigungsdruck möglich bleiben. dpa/red

Autor:

Cornelia Bauer aus Speyer

Cornelia Bauer auf Facebook

Sie möchten diesem Profil folgen?

Verpassen Sie nicht die neuesten Inhalte von diesem Profil: Melden Sie sich an, um neuen Inhalten von Profilen und Orten in Ihrem persönlichen Feed zu folgen.

78 folgen diesem Profil
Kommentare sind deaktiviert.

Video einbetten

Es können nur einzelne Videos der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Playlists, Streams oder Übersichtsseiten.

Abbrechen

Karte einbetten

Abbrechen

Social-Media Link einfügen

Es können nur einzelne Beiträge der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Übersichtsseiten.

Abbrechen

Code einbetten

Funktionalität des eingebetteten Codes ohne Gewähr. Bitte Einbettungen für Video, Social, Link und Maps mit dem vom System vorgesehenen Einbettungsfuntkionen vornehmen.
Abbrechen

Beitrag oder Bildergalerie einbetten

Abbrechen

Schnappschuss einbetten

Abbrechen

Sie möchten selbst beitragen?

Melden Sie sich jetzt kostenlos an, um selbst mit eigenen Inhalten beizutragen.