Rekord bei Beschwerden: Was Verbraucher in Rheinland-Pfalz jetzt ärgert
- Bei der Jahrespressekonferenz stellt die Verbraucherzentrale ihre Zahlen, Daten und Fakten rund um Verbraucherthemen aus dem vergangenen Jahr vor. (Symbolbild)
- Foto: Fredrik von Erichsen/dpa
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Mainz. Mehr Menschen in Rheinland-Pfalz melden Probleme mit Verträgen, Online-Käufen und digitalem Kundenservice. In Mainz hat die Verbraucherzentrale Rheinland-Pfalz für das vergangene Jahr einen Höchststand bei Beschwerden und schriftlichen Hinweisen auf mögliche Rechtsverstöße von Unternehmen verzeichnet.
Nach Angaben der Verbraucherschützer gingen mehr als 5.000 schriftliche Hinweise ein. Im Vorjahr waren es rund 3.600. Insgesamt registrierte die Verbraucherzentrale rund 25.500 Beschwerden. Ein Jahr zuvor waren es etwas mehr als 21.000.
Die Behörde unterscheidet dabei zwischen allgemeinen Beschwerden und schriftlich eingereichten Hinweisen. Solche Hinweise können die Grundlage für rechtliche Prüfungen sein. Daraus können weitere Schritte wie Abmahnungen folgen.
Online-Käufe und digitale Dienste im Mittelpunkt
Mehr als die Hälfte der Beschwerden betraf Online-Käufe und digitale Dienste. Häufig ging es nach Angaben der Verbraucherzentrale um diese Probleme
- untergeschobene Verträge
- irreführende Angebote
- Schwierigkeiten beim Widerruf
- intransparente Preisänderungen
Als Grund für den Anstieg nannte Vorständin Heike Troue vor allem die einfachere digitale Kontaktaufnahme. „Ich glaube, dass die Menschen unsere digitalen Wege noch einfacher nutzen“, erklärte sie. Eine E Mail sei schneller verschickt als ein Anruf.
Auch KI im Kundenservice sorgt für Ärger
Ein weiteres großes Thema war der Einsatz von Künstlicher Intelligenz im Kundenkontakt. Nach Angaben der Verbraucherzentrale gingen viele Beschwerden zu KI-gestützten Antworten von Unternehmen ein, die Anliegen von Kundinnen und Kunden nur unzureichend aufgriffen.
Aus Sicht der Verbraucherzentrale sollten Unternehmen transparent machen, wenn der Kundenservice ganz oder überwiegend automatisiert abläuft. Zugleich müsse es weiter menschliche Ansprechpersonen geben. dpa/red
Autor:Cornelia Bauer aus Speyer |
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