Reinigungsmittel kindersicher lagern: So sinkt das Vergiftungsrisiko
- Beim Putzen genutzte Reiniger und Waschmittel sollten so verstaut sein, dass Kinder nicht an sie herankommen. Warnsymbole und eine feste Lagerstelle helfen, den Alltag sicherer zu machen.
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Reinigungsmittel kindersicher lagern. Giftige Haushaltsprodukte bleiben für Kinder am sichersten, wenn sie im Originalbehälter verschlossen und außer Reichweite in hohen Schränken oder abschließbaren Bereichen stehen.
Im Familienalltag reicht oft ein kurzer unbeobachteter Moment, und Kleinkinder probieren bunte Flüssigkeiten oder duftende Pods. Genau davor warnt die Aktion DAS SICHERE HAUS e.V. (DSH) aus Hamburg, weil frei zugängliche Mittel wie WC- und Backofenreiniger, Waschmittel-Pods, Lacke oder auch Medikamente bei Verschlucken oder Einatmen zu Vergiftungen und schweren Verätzungen führen können.
Hilfreich für die schnelle Einordnung im Haushalt sind die Gefahrstoff-Kennzeichnungen auf der Verpackung. Besonders wichtig sind rot umrandete, rautenförmige GHS-Warnsymbole sowie die Signalwörter "Gefahr" oder "Achtung". Sie zeigen an, dass Produkte nicht in Kinderhände gehören.
So werden riskante Stoffe im Haushalt sicher verstaut
Damit gefährliche Mittel im Alltag nicht „mal eben“ offen stehen bleiben, hilft eine klare Lagerlogik:
- Nur im Originalbehälter aufbewahren, damit Warnhinweise, Inhaltsangaben und Kennzeichnungen erhalten bleiben.
- So lagern, dass Kinder nicht herankommen, zum Beispiel in hohen Schränken oder hoch liegenden Schubladen.
- Abschließbare Kästen oder ein abschließbarer Hauswirtschaftsraum sind besonders praktikabel, wenn regelmäßig viele Mittel genutzt werden.
- Produkte mit bunten Farben oder ansprechender Optik besonders konsequent wegräumen, weil sie Kinder zusätzlich zum Probieren verleiten können.
Alltagstaugliche Alternativen beim Putzen
Für viele Standard-Aufgaben im Haushalt lassen sich laut DSH auch einfachere Mittel nutzen. Als Beispiele werden Essig, Natron, Waschsoda oder Kernseife genannt. Solche Hausmittel sind in vielen Fällen gesundheitsschonender und umweltfreundlicher als Spezialchemikalien, kosten oft weniger und können dennoch zuverlässig gegen Schmutz und Bakterien wirken.
Wenn etwas passiert: Gift-Notruf und UFI-Code nutzen
Besteht der Verdacht, dass ein Kind etwas Giftiges verschluckt oder eingeatmet hat, kann das Giftinformationszentrum (GIZ) helfen, die Gefährlichkeit der Substanz einzuschätzen und das weitere Vorgehen zu klären. Sinnvoll ist es, die regionale GIZ-Nummer im Handy zu speichern.
Zusätzlich kann der auf gefährlichen Produkten abgedruckte 16-stellige UFI-Code (Unique Formula Identifier) die eindeutige Identifikation der Mischung erleichtern.
Wann sofort der Notruf nötig ist
Zeigt ein Kind Atemnot oder ist bewusstlos, ist umgehend der Notarzt zu rufen. Insgesamt verlaufen viele Vergiftungsunfälle glimpflich, ruhiges und besonnenes Handeln erhöht in der Situation aber die Chance, die richtigen Schritte einzuleiten.
Unterm Strich reduziert eine konsequente, kindersichere Lagerung mit klarer Kennzeichnungs-Orientierung das Risiko im Haushalt am zuverlässigsten.
Autor:Meike Jakob aus Landau |