Reifendruck richtig einstellen und Sprit sparen

Die Werte für den richtigen Reifendruck gibt der Autohersteller in der Bedienungsanleitung vor | Foto: dpa
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Reifendruck prüfen. Mit dem richtigen Luftdruck in den Autoreifen lässt sich Sicherheit erhöhen und gleichzeitig Kraftstoff sparen. Schon kleine Abweichungen vom Sollwert wirken sich im Alltag auf Fahrverhalten, Verschleiß und Verbrauch aus.

Autofahrer können den Reifendruck vergleichsweise einfach kontrollieren. Der ADAC empfiehlt für Vielfahrer eine Kontrolle alle zwei Wochen, ansonsten mindestens einmal im Monat. Auch stehende Fahrzeuge verlieren Luft. Pro drei Monate sind etwa 0,1 bis 0,2 bar normal.

Zu wenig Luftdruck bleibt oft unbemerkt, kann aber die Fahrsicherheit beeinträchtigen. Bereits ein halbes bar unter dem empfohlenen Wert verlängert den Bremsweg und verschlechtert die Kurvenlage. Bei sehr hohen Geschwindigkeiten steigt zudem das Risiko eines Reifenschadens.

Mehrverbrauch und höherer Verschleiß bei zu wenig Luft

Neben der Sicherheit leidet auch der Geldbeutel. Laut ADAC erhöht ein um rund 0,4 bar zu niedriger Reifendruck den Verschleiß deutlich. Gleichzeitig steigt durch den höheren Rollwiderstand der Kraftstoffverbrauch um bis zu 0,3 Liter auf 100 Kilometer.
Für den richtigen Fülldruck sind die Angaben des Fahrzeugherstellers maßgeblich. Diese unterscheiden oft zwischen Vorder- und Hinterachse und berücksichtigen Beladung sowie Anzahl der Insassen. Die entsprechenden Tabellen finden sich an mehreren Stellen:

  • als Aufkleber an der B-Säule bei geöffneter Tür
  • im Handschuhfach
  • auf der Innenseite des Tankdeckels
  • in den Reifendrucktabellen der Hersteller im Internet

Zu hoher Druck spart nicht unbegrenzt

Auch ein deutlich zu hoher Luftdruck ist keine Lösung. Er mindert den Fahrkomfort und kann zu ungleichmäßigem Reifenabrieb führen. Viele Hersteller geben deshalb einen Mindestdruck an, der eher auf Komfort ausgelegt ist.
Wer diesen Wert moderat um etwa 0,2 bar erhöht, spürt laut ADAC meist kaum Komforteinbußen, kann den Verbrauch aber weiter senken, ohne die Sicherheit zu beeinträchtigen. Einige Fahrzeuge weisen deshalb zusätzlich einen höheren sogenannten Eco-Fülldruck aus. Dieser sollte nicht überschritten werden.

Reifendruck nur bei kühlen Reifen messen

Der Zeitpunkt der Messung spielt eine Rolle. Ideal ist eine Kontrolle vor Fahrtbeginn, wenn die Reifen noch nicht warm gefahren sind. Nach längeren Autobahnfahrten kann der angezeigte Druck zu hoch ausfallen.
Als Orientierung gilt: Die Lauffläche sollte höchstens handwarm sein. Für die Kontrolle eignen sich einfache Reifendruckprüfer für zu Hause. Muss Luft nachgefüllt werden, stehen an Tankstellen Messgeräte und Kompressoren zur Verfügung.

Unterm Strich gilt: Regelmäßiges Prüfen mit kühlen Reifen sorgt für planbaren Verbrauch, gleichmäßigen Verschleiß und stabile Fahreigenschaften. dpa

Autor:

Jens Vollmer aus Wochenblatt Kaiserslautern

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