Rauchmelder richtig prüfen: Drei Fehler zu Hause vermeiden
- Abstand halten: Damit der Rauchmelder richtig arbeiten kann, sollte auf genug Abstand zu Wänden und Möbeln geachtet werden.
- Foto: Christin Klose/dpa-mag
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Rauchmelder richtig prüfen. Ein Rauchmelder bleibt nur zuverlässig, wenn er sauber, frei zugänglich und regelmäßig getestet wird. Für Bewohner bedeutet das wenig Aufwand, kann im Brandfall aber entscheidend sein. Besonders häufig entstehen Probleme durch falsches Reinigen, vergessene Batterien oder einen ungünstigen Platz an der Decke.
Das Forum Brandrauchprävention weist darauf hin, dass Rauchmelder zwar einfache Aufgaben haben, dafür aber passende Bedingungen brauchen. Sie sollen Rauch früh erkennen und laut warnen. Damit das klappt, zählen vor allem freie Eintrittsöffnungen, eine funktionierende Stromversorgung und ausreichend Abstand zu Möbeln oder Bauteilen.
Staub nur vorsichtig entfernen
Staub auf dem Rauchmelder sollte nicht mit Druck ins Gerät gelangen. Geeignet ist ein feuchtes Tuch ohne Reinigungsmittel. Pusten ist ungünstig, weil Staub dadurch tiefer in das Gerät gedrückt werden kann und dort die Sensorik stört.
Auch der Staubsauger ist keine gute Lösung. Durch die starke Saugwirkung könnten sich im Inneren Teile der Elektrik lösen. Dann kann der Melder im Ernstfall ausfallen, obwohl er äußerlich unbeschädigt wirkt.
Beim Reinigen zählt vor allem der Blick auf die Eintrittsöffnungen. Sie sollten frei von Staub, Insektenresten und Schmutz sein, damit Rauch ungehindert in die Messkammer gelangen kann.
Batterien und Austauschfristen nicht übersehen
Ein Rauchmelder ohne Ton ist nicht automatisch ein Rauchmelder ohne Problem. Modelle mit Wechselbatterien geben meist ein Warnsignal ab, wenn die Spannung nachlässt. Verlässlicher ist trotzdem die regelmäßige Prüfung nach Herstellerangaben.
Bei Geräten mit fest eingebauter Batterie endet die Nutzung nach der vom Hersteller angegebenen Laufzeit. Auch ein noch scheinbar funktionierendes Gerät sollte dann ersetzt werden, weil die sichere Warnfunktion nicht dauerhaft garantiert ist.
Spätestens nach zehn Jahren gilt ein Austausch als sinnvoll. In Haushalten, in denen geraucht wird, kann ein früherer Wechsel ratsam sein, weil Ablagerungen die Sensorik stärker belasten können.
Rauchmelder brauchen freien Raum an der Decke
Ein Rauchmelder kann nur auslösen, wenn Rauch ihn erreicht. Deshalb sollte rund um das Gerät ausreichend Abstand bleiben. Als Orientierung gelten mindestens 50 Zentimeter zu allen Seiten, bei manchen Modellen können die Herstellerangaben mehr vorsehen.
Hohe Schränke, Raumtrenner oder große Deckenbalken können den Rauchfluss behindern. Wird der Melder so eingebaut oder verdeckt, kommt Rauch im Brandfall möglicherweise zu spät oder gar nicht am Gerät an.
Der Funktionstest zeigt schnell, ob der Melder reagiert
Für den regelmäßigen Check reicht in der Regel der Prüfknopf am Gerät. Ein Test pro Jahr gilt als Mindestmaß, häufigere Kontrollen können vor allem nach Renovierungen oder starker Staubbelastung sinnvoll sein.
- Einmal im Jahr den Prüfknopf drücken und den Testalarm auslösen.
- Bleibt der laute Alarmton aus, zunächst die Batterien wechseln.
- Reagiert der Melder danach weiter nicht, ist ein Austausch nötig.
- Mieter informieren in solchen Fällen Vermieter oder Hausverwaltung.
- Eigentümer sind selbst zuständig, sofern die Wohnungseigentümergemeinschaft keine andere Regelung getroffen hat.
Wer Rauchmelder sauber hält, nicht zustellt und regelmäßig testet, senkt das Risiko eines stummen Alarms mit überschaubarem Aufwand. dpa/red
Autor:Sarah Isele aus Mannheim-Nord |