Pool, Garten, Rasensprengen: Baden-Württemberg warnt vor möglichen Wasserverboten

Kein Wasser mehr für den Pool heißt es in München. (Symbolbild)  | Foto: Bernd Weißbrod/dpa
  • Kein Wasser mehr für den Pool heißt es in München. (Symbolbild)
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Stuttgart. Einschränkungen beim Wasserverbrauch sind in Baden-Württemberg derzeit noch kein Thema im Alltag. Nach Angaben von Umweltministerin Thekla Walker könnten Verbote in einzelnen Städten oder Gemeinden bei anhaltender Knappheit künftig aber nötig werden.

Die Grünen-Politikerin sagte im Deutschlandfunk, ein sorgsamer Umgang mit Wasser sei wegen des Klimawandels wichtig. Die Grundwasserstände in Baden-Württemberg lägen leicht unter dem Durchschnitt. Ein Alarmsignal für die Trinkwasserversorgung gebe es bislang jedoch nicht.

Walker verwies darauf, dass Appelle zum Wassersparen nicht immer ausreichen müssten. Wenn einzelne Stadtkreise oder Orte in eine Knappheitssituation gerieten, seien auch Einschränkungen wie Verbote beim Füllen von Pools oder beim Rasensprengen aus ihrer Sicht richtig.

Große Städte im Land planen derzeit keine Verbote

In Karlsruhe gibt es aktuell nach Angaben der Stadt keinen Anlass für Beschränkungen bei Wasserentnahme oder Wassernutzung. Die Stadt verweist aber darauf, dass wegen des Klimawandels künftig häufiger längere Trockenperioden zu erwarten seien. Sparsamer Umgang mit Wasser bleibe deshalb grundsätzlich sinnvoll.

Auch Mannheim plant derzeit keine Verbote oder andere Einschränkungen. Nach Angaben der Stadt gibt es aktuell keine Kapazitätsprobleme.

Freiburg bereitet nach eigenen Angaben ebenfalls keine Allgemeinverfügung wie in München vor. Die Stadt hält den Vorstoß aus Bayern zwar für nachvollziehbar. Ob eine Kommune eingreift, hänge aber von der Lage vor Ort und der Prognose für die Trinkwasserversorgung ab.

Was bisher gilt

  • In Baden-Württemberg besteht derzeit keine landesweite Wasserwarnung
  • Die Trinkwasserversorgung gilt nach Ministeriumsangaben aktuell nicht als gefährdet
  • Kommunale Verbote wären vor allem bei lokaler Knappheit möglich
  • Städte wie Karlsruhe, Mannheim und Freiburg sehen momentan keinen Handlungsbedarf

Die Entwicklung dürfte vor allem in längeren Trockenphasen stärker in den Blick rücken. Walker macht deutlich, dass Wasserverbrauch im Südwesten künftig häufiger zum kommunalen Thema werden könnte. dpa/red

Autor:

Cornelia Bauer aus Speyer

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