Pflegeleichten Garten planen: So bleibt er auch im Alter sicher
- Altersgerechter Garten: Ein gut geplanter Garten bietet Komfort und Sicherheit in jeder Lebensphase.
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Pflegeleichter Garten. Ein Garten lässt sich so anlegen, dass er auch im höheren Alter sicher nutzbar bleibt und deutlich weniger Arbeit macht. Wer Wege, Bepflanzung und Grundstücksgrenzen früh durchdacht plant, reduziert Pflegeaufwand und senkt zugleich das Risiko für Stürze.
Stabile Geländer, rutschfeste Wege und gute Beleuchtung gehören zu den Grundlagen eines Gartens, der langfristig genutzt werden kann. Doch auch die Auswahl der Pflanzen spielt eine wichtige Rolle. Die Aktion „Das sichere Haus“ (DSH) nennt mehrere Punkte, die bereits bei der Planung berücksichtigt werden können.
Weniger Arbeit beginnt bei der Auswahl der Bäume
Nicht jeder Baum passt zu einem pflegearmen Garten. Immergrüne Arten verursachen weniger Arbeit als Laubbäume, bei denen im Herbst regelmäßig Blätter entfernt werden müssen.
Auch bei Obstbäumen kann die Höhe entscheidend sein. Niedrig wachsende Bäume gelten als sicherer, weil die Ernte nicht auf einer hohen Leiter erfolgen muss. Geeignet sind laut der Aktion „Das sichere Haus“ Obstbäume auf schwachwüchsigen Unterlagen. Sie erreichen meist nur etwa zweieinhalb Meter Höhe, tragen aber ähnlich viele Früchte wie größere Exemplare. Spalierobst gilt dagegen nicht unbedingt als Alternative, weil die Bäume ebenfalls recht hoch wachsen können.
Hochbeete entlasten Rücken und Gelenke
Bei Gemüse- oder Blumenbeeten gilt das Gegenteil. Hier erleichtert mehr Höhe die Gartenarbeit deutlich. Hochbeete reduzieren das ständige Bücken beim Säen, Jäten oder Ernten.
Besonders praktisch sind mehrere kleinere Kübelhochbeete aus Kunststoff, die von allen Seiten erreichbar sind. Viele Modelle haben stabile Ränder, auf denen sich beim Arbeiten kurz abstützen lässt.
Robuste Pflanzen sparen Pflegearbeit
Auch bei der übrigen Bepflanzung lohnt sich eine Auswahl genügsamer Pflanzen. Mehrjährige Stauden benötigen meist weniger Pflege als empfindlichere Gewächse wie manche Rosenarten.
Winterharte Pflanzen bringen einen weiteren Vorteil. Sie müssen im Herbst nicht geschützt oder in frostfreie Räume gebracht werden.
Geeignete Beispiele für sonnige Standorte sind laut Experten etwa:
- Fette Henne
- Astern
- Taglilien
- Frauenmantel
- Staudensonnenblumen
Für schattigere Gartenbereiche gelten unter anderem Funkien, Dickmännchen oder Silberkerzen als vergleichsweise pflegeleicht.
Blumenwiesen reduzieren Mäharbeit
Rasenflächen, die selten genutzt werden, lassen sich auch als Blumenwiese anlegen. Dadurch verringert sich die Zahl der Mähgänge. Gleichzeitig profitieren Insekten von der größeren Pflanzenvielfalt.
An Hanglagen oder schwer zugänglichen Stellen können Staudenbeete eine Alternative zum Rasen sein. Gerade dort ist das Mähen oft mühsam und kann ein erhöhtes Sturzrisiko bedeuten.
Grenzen und Wege pflegeleicht gestalten
Auch bei Grundstücksgrenzen lässt sich Arbeit sparen. Statt einer Hecke kann ein Zaun oder eine Mauer sinnvoll sein, wenn regelmäßiges Schneiden zunehmend schwerfällt.
Ähnliches gilt für Terrassen und Wege. Große Bodenplatten mit wenigen oder sehr schmalen Fugen verringern den Aufwand beim Entfernen von Moos und Unkraut. Weniger Fugen bedeuten in der Praxis auch weniger Pflegearbeit.
Wer den Garten bereits bei der Planung auf Sicherheit und einfache Pflege ausrichtet, kann ihn oft viele Jahre länger selbstständig nutzen. dpa/red
Autor:Sarah Isele aus Mannheim-Nord |