Pflanzen vor Sonne schützen: Das hilft jetzt im Garten

Eine Mulchschicht schützt den Boden vor Austrocknung und starker Sonneneinstrahlung. (zu dpa: «Sonnenschäden im Garten: So schützen Sie Ihre Pflanzen») | Foto: dpa
  • Eine Mulchschicht schützt den Boden vor Austrocknung und starker Sonneneinstrahlung. (zu dpa: «Sonnenschäden im Garten: So schützen Sie Ihre Pflanzen»)
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Sonnenschäden im Garten. Bei Hitze über 30 Grad lassen sich viele Pflanzenschäden mit etwas Schatten, Mulch und zurückhaltendem Gießen begrenzen. Gerade junge Gemüse-, Beet- und Balkonpflanzen reagieren auf pralle Sonne, Trockenheit und Wind oft besonders empfindlich.

Blätter, Früchte und dunkle Rinde können sich stark aufheizen. Nach feuchtem oder länger trübem Wetter steigt das Risiko zusätzlich, wenn plötzlich wieder intensive Sonne auf die Pflanzen trifft. Die Bayerische Gartenakademie ordnet ein, woran sich Hitzeschäden erkennen lassen und welche Maßnahmen im Alltag entlasten.

So zeigen sich Sonnenschäden an Pflanzen

Je nach Art fallen die Schäden unterschiedlich aus. Bei Beerenobst wie Himbeeren, Johannisbeeren und Stachelbeeren entstehen helle, weiche Stellen an den Früchten, die später abfallen können.

  • Tomaten, Paprika und Zucchini entwickeln häufiger Wachstumsstörungen und Blütenendfäule.
  • Rosen und andere Zierpflanzen verblühen schneller. Dunkle Blüten trocknen besonders leicht aus.
  • Hecken können nach einem Form- oder Pflegeschnitt an freigelegten Blättern Sonnenbrand bekommen.
  • Junge Gemüse-, Beet- und Balkonpflanzen sind besonders anfällig, wenn sie noch nicht an starke Sonne gewöhnt sind.

Mulch, Schatten und Schnitt helfen bei großer Hitze

Schlaffe Blätter sind bei großer Hitze nicht automatisch ein Zeichen für Wassermangel. Viele Pflanzen lassen sie hängen, um die Verdunstung zu senken. Vor dem Gießen lohnt deshalb der Blick auf die Erde. Erst wenn der Boden tatsächlich trocken ist, spricht mehr für zusätzliches Wasser.

Als Schutz gegen Austrocknung kann Mulch helfen. Der Landesbund für Vogel- und Naturschutz in Bayern empfiehlt dafür in Gemüse- oder Staudenbeeten etwa Brennnesseln, Rasenschnitt oder Erntereste. Die Abdeckung hält direkte Sonne vom Boden fern.

Auch Baumstämme lassen sich vor starker Aufheizung schützen. Nach Angaben des Bundesinformationszentrums Landwirtschaft reflektiert ein weißer Anstrich mit Kalkfarbe einen Teil der Sonnenstrahlen. Obstbäume und Hecken sollten zudem nur vorsichtig geschnitten werden, damit Blätter weiter Schatten spenden. Ein etwas höher gemähter Rasen beschattet sich ebenfalls besser selbst.

Dunkle Töpfe heizen Wurzeln besonders stark auf

Vor allem schwarze und andere dunkle Pflanzgefäße werden in der Sonne sehr heiß. Das kann die Wurzeln belasten. Kübelpflanzen stehen deshalb an besonders heißen Tagen günstiger, wenn sie zeitweise schattiger platziert oder mit einem Sonnenschirm abgeschirmt werden.

Für den Gartenalltag heißt das vor allem, Hitzezeichen richtig einzuordnen und Pflanzen nicht nur mit Wasser, sondern auch mit Schatten und Bodenschutz zu entlasten. dpa/red

Autor:

Jens Vollmer aus Wochenblatt Kaiserslautern

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