Petrin-Seilbahn in Prag: Preise, Zeiten und Aussicht
- Vom Hausberg Petřín hat man einen wundervollen Blick auf die «Goldenen Stadt».
- Foto: Petr Čech/CzechTourism/dpa-mag/Archivbild
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Petrin-Seilbahn in Prag. Ab Dienstag, 22. September, fährt die Standseilbahn auf den Petrin wieder und macht den Ausflug zum Aussichtshügel für Prag-Besucher leichter planbar: Sie läuft täglich von 7 Uhr bis 22.15 Uhr im Zehn-Minuten-Takt.
Nach zwei Jahren Bauzeit startet zunächst ein Probebetrieb mit Fahrgästen. Die Strecke führt von der Talstation Ujezd auf den Petrin, der auf Deutsch Laurenziberg heißt. Der Höhenunterschied beträgt rund 130 Meter, oben öffnet sich der Blick auf die „Goldene Stadt mit den tausend Türmen“.
Für die Planung zählt vor allem der neue Fahrpreis. Die Fahrt kostet nun rund 4,10 Euro statt zuvor knapp 2,50 Euro. Normale Einzelfahrscheine gelten nicht. Wer das Ticket über die Smartphone-App „PID Litacka“ kauft, zahlt rund 40 Cent weniger.
Neue Fahrzeuge bieten mehr Platz und bessere Sicht
Die beiden neuen Fahrzeuge sind Sonderanfertigungen der österreichisch-schweizerischen Doppelmayr-Garaventa-Gruppe. Das abgerundete Design stammt vom Studio der tschechischen Produktdesignerin Anna Maresova. Mehr Glasfläche soll die Aussicht während der Fahrt verbessern.
Auch die Kapazität steigt. Statt 100 Personen passen nun 120 Fahrgäste in ein Fahrzeug. Vor der Sanierung nutzten jährlich etwa anderthalb bis mehr als zwei Millionen Passagiere die Standseilbahn.
Was sich bei Strecke und Betrieb geändert hat
Auf rund einem halben Kilometer wurden der Gleisuntergrund und die Stützpfeiler erneuert. Der Betrieb war im September 2024 nach starken Regenfällen eingestellt worden, weil der Hang instabil geworden war. Die Kosten für Streckensanierung und Fahrzeuge liegen bei rund 11,2 Millionen Euro.
Für Besucher ist die Bahn auch ein praktischer Ausgangspunkt für mehrere Sehenswürdigkeiten auf dem Hügel:
- Aussichtsturm mit mehr als 60 Metern Höhe, ein Nachbau des Pariser Eiffelturms
- Spiegelkabinett auf dem Petrin
- Rosengarten auf dem Hügel
- Spazierweg durch den Garten des Strahov-Klosters bis zum Hradschin mit der Prager Burg
Seit der Eröffnung im Jahr 1891 haben mehr als 80 Millionen Fahrgäste die Standseilbahn genutzt. Für Prag-Reisende bedeutet die Wiedereröffnung vor allem eine bequemere Verbindung zu einem der bekanntesten Aussichtspunkte der Stadt. dpa/red
Autor:Sarah Isele aus Mannheim-Nord |