Passendes Zelt finden: Darauf kommt es beim Kauf an
- Gefühl von Freiheit: Faktoren wie Gewicht, Komfort oder Packmaß spielen bei der Wahl des richtigen Zeltes eine große Rolle.
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Zelt kaufen. Wer ein neues Zelt sucht, kann Fehlkäufe vermeiden, wenn Einsatz, Transport und Platzbedarf vor dem Kauf klar sind. Entscheidend ist, ob vor allem geringes Gewicht, schneller Aufbau oder mehr Komfort im Alltag beim Campen wichtiger ist.
Zur Orientierung hilft zuerst der Blick auf Reiseziel, Klima, Transport und Dauer der Tour. Laut Morten Rosenfeld, Produktexperte bei TÜV SÜD, sollte vor der Modellwahl abgewogen werden, was Priorität hat, Mobilität, ein schneller Aufbau oder Wohnkomfort.
Je nach Reise eignet sich eine andere Zeltart
Kompakte Trekkingzelte passen vor allem zu Radreisen oder Wandertouren. Dank moderner Leichtbaumaterialien wiegen sie oft weniger als zwei Kilogramm.
Camping- und Familienzelte bieten mehr Platz, Stehhöhe, getrennte Schlafkabinen und zusätzlichen Stauraum. Dafür fallen Packmaß und Gewicht deutlich größer aus.
Wurf- oder Pop-up-Zelte eignen sich eher für kurze Ausflüge, weil sie besonders schnell aufgebaut sind. Bus- und Vorzelte erweitern den Wohnraum bei Reisen mit Caravan oder Van. Kuppel- oder Igluzelte gelten als anfängerfreundlich.
Wichtig ist auch die Größe. Die Personenzahl sollte nicht zu knapp kalkuliert werden. Neben Schlafplätzen braucht es meist Platz für Gepäck, Schuhe und Ausrüstung. Vorzelte und Apsiden schaffen dafür zusätzlichen Stauraum.
Belüftung, Stabilität und Wassersäule sind entscheidend
Damit ein Zelt auch bei Wetterumschwüngen schützt, kommt es auf gute Belüftung, Standfestigkeit und eine ausreichend hohe Wassersäule an.
- Belüftung. Bei Sonne kann sich das Zeltinnere schnell aufheizen. Öffnungen mit Moskitonetzen fördern die Luftzirkulation und halten Insekten draußen. Ein doppelwandiger Aufbau mit Innen- und Außenzelt kann Kondenswasser bei kühlen Temperaturen reduzieren und verbessert laut Rosenfeld das Raumklima sowie den Regenschutz. Lüftungsöffnungen sollten auch bei Regen nutzbar bleiben.
- Standfestigkeit. Kuppel- und Geodäten-Zelte gelten als besonders windstabil, weil ihre Konstruktion Kräfte gleichmäßig verteilt. Flexible, bruchsichere Gestänge aus Aluminium oder Fiberglas, ausreichend Abspannleinen und stabile Heringe erhöhen die Stabilität zusätzlich.
- Wasserdicht. Ab einer Wassersäule von 1.500 Millimeter gelten Zeltmaterialien als wasserdicht. TÜV SÜD empfiehlt jedoch höhere Werte. Das Außenzelt sollte mindestens 3.000 Millimeter erreichen, der Zeltboden möglichst noch mehr.
Viele Modelle bestehen aus beschichtetem Polyester oder Nylon. Diese Materialien sind meist leicht, reißfest und wasserabweisend. UV-beständige Beschichtungen können verhindern, dass das Material schnell spröde wird.
Auch nachhaltige Merkmale spielen beim Kauf eine Rolle. Dazu zählen recycelte Zeltstoffe, PFC-freie Imprägnierungen und reparaturfreundliche Konstruktionen. Ebenso wichtig ist eine saubere Verarbeitung, etwa bei robusten, leichtgängigen und möglichst gegen Regen abgedeckten Reißverschlüssen.
Unterm Strich erleichtert ein passendes Zelt die Reise deutlich, wenn Größe, Wettertauglichkeit und Transport zum tatsächlichen Einsatz passen. dpa/red
Autor:Sarah Isele aus Mannheim-Nord |