Parkett vor Kratzern schützen: Diese Reihenfolge beim Putzen hilft
- Empfindliche Schönheit: Ein Holzboden kann schnell zerkratzen - mit diesen Tipps bleibt er länger hübsch.
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Parkett vor Kratzern schützen. Weniger Kratzer und eine längere Lebensdauer beginnen bei Parkett oft schon mit der richtigen Reinigung. Im Alltag hilft es, zuerst zu staubsaugen und erst danach nebelfeucht zu wischen, weil lose Steinchen und Schmutz sonst wie Schleifpapier wirken können.
Stehendes Wasser sollte auf Holz möglichst vermieden werden. Der Verband der deutschen Parkettindustrie rät deshalb zum nebelfeuchten Wischen ohne Pfützen, da Feuchtigkeit dem Boden schaden kann.
Filzgleiter und Fußmatten senken den Verschleiß
Zusätzlichen Schutz im Alltag bringen einfache Maßnahmen an stark beanspruchten Stellen.
- Filzgleiter unter Stühlen, Tischen, Sofas und anderen beweglichen Möbeln verringern Reibung auf der Oberfläche.
- Fußmatten an der Haustür helfen dabei, kleine Steinchen und Schmutz gar nicht erst in die Wohnung zu tragen.
Wirkt Parkett nach vielen Jahren stumpf oder abgenutzt, kann eine leichte Auffrischung genügen. Beim sogenannten «Recoating» wird die Deckschicht angeschliffen und anschließend neu geölt oder lackiert. Der Verband empfiehlt diese Auffrischung nach ein oder zwei Jahrzehnten «regen Gebrauchs».
Dicke Deckschicht verlängert die Lebensdauer deutlich
Erst wenn Kratzer und Gebrauchsspuren tiefer ins Holz reichen, wird ein kompletter Neuschliff sinnvoll. Dann kommen spezielle Schleifmaschinen zum Einsatz.
Wie lange Parkett insgesamt genutzt werden kann, hängt laut Verband vor allem von Aufbau und Verlegeart ab.
- Mehrschichtparkett mit mindestens 5 Millimetern Deckschicht kann länger als 70 Jahre halten.
- Massivholzdielen mit mehr als 7 Millimetern Deckschicht können 120 Jahre und länger genutzt werden.
- Verklebtes Parkett hält tendenziell länger als schwimmend verlegtes. Der Unterschied kann etwa 10 Jahre ausmachen.
Bei Laminat ist Abschleifen dagegen keine Option. Oberflächliche Kratzer lassen sich laut DIY Academy meist mit einem Retuschierstift kaschieren, der farblich zum Boden passen sollte und am besten zuerst an einer unauffälligen Stelle getestet wird.
Tiefere Schrammen im Laminat können mit Hartwachs oder Reparaturpasten verdeckt werden. Für den Alltag gilt damit vor allem: Schon kleine Schutzmaßnahmen und die richtige Pflege entscheiden mit darüber, wie lange ein Boden ordentlich aussieht. dpa/red
Autor:Sarah Isele aus Mannheim-Nord |