ÖKO-TEST Haarkuren: Viele sehr gut, einzelne fallen durch
- Während einige Haarmasken bei Öko-Test ordentlich abschneiden müssen andere noch mal nacharbeiten.
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Öko-Test. Wer trockenes oder strapaziertes Haar hat, greift im Bad oft zu Haarkur oder Haarmaske. Die gute Nachricht: Im Test schneiden viele Produkte überzeugend ab, doch einzelne fallen durch bedenkliche Inhaltsstoffe oder weitere Mängel auf.
Insgesamt wurden 32 Haarkuren und -masken geprüft. 19 Produkte erhalten die Bestnote „sehr gut“, bei anderen kritisiert ÖKO-TEST unter anderem einen hormonwirksamen UV-Filter, das Konservierungsmittel CIT, künstlichen Moschusduft sowie Silikone und andere schwer abbaubare Kunststoffverbindungen.
Auch der Preis ist kein verlässlicher Hinweis auf Qualität. Die günstigste „sehr gute“ Haarmaske kostet umgerechnet 0,98 Euro pro 150 Milliliter, während die teuerste Maske im Test mit 34,70 Euro nur durchschnittlich abschneidet.
Diese Punkte fielen im Test besonders auf
Am Tabellenende landet die Neqi Mask Repair Reveal mit dem Gesamturteil „ungenügend“. Kritisiert werden hier unter anderem der UV-Filter Ethylhexylmethoxycinnamat, auch Octinoxat genannt, sowie CIT und weitere Kunststoffverbindungen in der Rezeptur.
Ebenfalls problematisch ist CIT in der John Frieda Frizz Ease Wunder-Reparatur. Das Konservierungsmittel gilt als stark hautsensibilisierend und kann allergische Reaktionen auslösen, was gerade bei Produkten mit längerer Einwirkzeit auf der Kopfhaut kritisch ist.
Bei der Wella Professionals Elements Renewing Mask und der Herbal Essences Haarmaske Repair Marokkanisches Arganöl beanstandet der Test den künstlichen Moschusduft Galaxolid. Der Stoff kann sich im Fettgewebe anreichern, gilt als leberschädigend und wird zudem auf eine mögliche fortpflanzungsschädigende Wirkung geprüft.
- Neqi Mask Repair Reveal – Note „ungenügend“
- Herbal Essences Haarmaske Repair Marokkanisches Arganöl – Note „mangelhaft“
- John Frieda Frizz Ease Wunder-Reparatur – Note „ausreichend“
- Lacura Hair Haarmaske Hyaluron – Note „sehr gut“
- Annemarie Börlind Hair Care Repair Mask – Note „sehr gut“
Warum Silikone weiter ein Thema sind
Knapp ein Drittel der getesteten Produkte enthält Silikone. Sie legen sich wie ein Film um das Haar und lassen es glatter und glänzender wirken, täuschen den Pflegeeffekt aber eher vor, als das Haar tatsächlich zu verbessern.
Hinzu kommt ein Umweltproblem: Silikone und einige weitere Kunststoffverbindungen sind schwer abbaubar. Deshalb fließen diese Stoffe als weitere Mängel in die Bewertung ein und können das Gesamturteil verschlechtern.
Beim Blick auf die Verpackung zeigt sich ebenfalls Luft nach oben. Nur acht der Spitzenreiter können auch beim Rezyklatanteil überzeugen, bei elf „sehr guten“ Produkten sieht der Test hier noch Nachholbedarf.
Was Verbraucher im Alltag beachten können
Haarkuren und Haarmasken sollten am besten nur in Längen und Spitzen von handtuchtrockenem Haar angewendet werden. So kommt die Pflege dort an, wo trockenes und strapaziertes Haar besonders häufig Unterstützung braucht.
Damit Haare gar nicht erst spröde werden, helfen milde Shampoos, möglichst wenig Hitze und sanftes Styling. Wer häufig föhnt, glättet oder straffe Frisuren trägt, belastet die Haarstruktur zusätzlich.
Wer sich näher mit den Ergebnissen beschäftigen will, findet weitere Tests und Ausgaben direkt bei ÖKO-TEST . Eingekauft wurden die Testprodukte im Mai 2026.
FAQ zu Haarkuren und Haarmasken
Was wurde bei den Haarkuren und Haarmasken kritisiert?
Kritik gab es vor allem an CIT, dem UV-Filter Ethylhexylmethoxycinnamat, künstlichem Moschusduft wie Galaxolid sowie an Silikonen und synthetischen Polymeren.
Sind teure Haarmasken automatisch besser?
Nein. Im Test schneiden günstige Produkte teils „sehr gut“ ab, während die teuerste Haarmaske nur ein durchschnittliches Ergebnis erreicht.
Wie viele Produkte waren im Test wirklich gut?
19 von 32 getesteten Haarkuren und -masken erhalten die Bestnote „sehr gut“.
Autor:Sarah Isele aus Mannheim-Nord |
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