ÖKO-TEST Fußbäder: 21 von 23 überzeugen, zwei fallen durch
- Bei Fußbädern kommt es im Öko-Test auf die Inhaltsstoffe an.
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Öko-Test. Nach einem langen Tag auf den Beinen soll ein Fußbad vor allem entspannen. Im Test schneiden die meisten Fußbäder gut ab, doch zwei Produkte fallen wegen bedenklicher Inhaltsstoffe deutlich negativ auf.
Insgesamt hat ÖKO-TEST 23 Fußbäder geprüft. 21 Produkte erhalten die Note „sehr gut“ oder „gut“. Nur zwei Fußbäder enttäuschen mit „mangelhaft“ beziehungsweise „ungenügend“.
Fußbäder im Test: das ist auffällig
Besonders kritisch bewertet ÖKO-TEST das Teeprosyn Fusspflegebad mit Teebaumöl. Das Produkt enthält nach der Laboranalyse deutlich mehr als 0,3 Prozent Teebaumöl. Teebaumöl steht seit Längerem im Verdacht, allergische Hautreaktionen auszulösen.
Hinzu kommt eine weitere Debatte auf EU-Ebene. Der Stoff soll möglicherweise als reproduktionstoxisch der Kategorie 1B eingestuft werden. Für Fußbäder gibt es bislang keine gesonderte Sicherheitsbewertung, deshalb orientiert sich der Test an dem allgemeinen Konzentrationsgrenzwert von 0,3 Prozent.
Auffällig schwache Produkte im Test sind:
- Teeprosyn Fusspflegebad mit Teebaumöl – Note „ungenügend“
- Gehwol Creme Fußbad – Note „mangelhaft“
- Martina Gebhardt Baobab Foot Bath – Note „gut“
Beim Gehwol Creme Fußbad hat das Labor Moschus-Keton nachgewiesen. Dieser synthetische Duftstoff ist in der EU als karzinogen der Kategorie 2 eingestuft, es gibt also Anhaltspunkte für ein mögliches Krebsrisiko beim Menschen.
Zusätzlich wurde in dem Produkt Diethylphthalat, kurz DEP, gefunden. Der Stoff wird aus Gründen des vorbeugenden Verbraucherschutzes ebenfalls kritisch gesehen, weil bislang nicht abschließend geklärt ist, ob er wie ein endokriner Disruptor wirken kann.
Ein Produkt verliert Punkte wegen der Verpackung
Nicht nur die Inhaltsstoffe spielten im Test eine Rolle. Das Martina Gebhardt Baobab Foot Bath hätte bei den Inhaltsstoffen eigentlich „sehr gut“ abgeschnitten, wurde aber durch Verpackungsmängel abgewertet.
Beanstandet wurden PVC/PVDC beziehungsweise chlorierte Verbindungen im Sichtfenster des Umkartons. Außerdem kritisiert der Test die doppelte Verpackung und den fehlenden Einsatz von recyceltem Kunststoff in der eigentlichen Tüte. Dadurch landet das Produkt insgesamt bei der Note „gut“.
Was Verbraucher beachten sollten
Ein Fußbad sollte nicht zu heiß und nicht zu lange dauern. Als sinnvoll gelten laut den Herstellerangaben meist 35 bis 38 Grad Wassertemperatur sowie zehn bis 15 Minuten Badezeit. Danach sollten die Füße gut abgetrocknet werden, besonders zwischen den Zehen, weil Feuchtigkeit Fußpilz begünstigen kann.
Wer Verletzungen an den Füßen hat, sollte auf Zusätze im Fußbad besser verzichten. Auch bei Diabetes ist Vorsicht wichtig. Hier empfiehlt sich, vorab ärztlich abzuklären, ob Fußbäder überhaupt geeignet sind und welche Zusätze infrage kommen.
Nach dem Bad braucht die Haut Pflege, weil Wasser austrocknen kann. Wenn danach Sandalen getragen werden, gehört Sonnenschutz auch auf die Füße. Den kompletten Test mit allen Ergebnissen gibt es bei ÖKO-TEST . Eingekauft wurden die Testprodukte im März 2026.
FAQ zu Fußbädern
Warum ist Teebaumöl in Fußbädern umstritten?
Teebaumöl kann allergische Hautreaktionen auslösen. Außerdem wird auf EU-Ebene über eine Einstufung als reproduktionstoxisch diskutiert.
Wie lange sollte ein Fußbad dauern?
Damit die Haut nicht zu stark aufweicht, reichen in der Regel zehn bis 15 Minuten.
Warum ist gründliches Abtrocknen wichtig?
Vor allem zwischen den Zehen sollte keine Feuchtigkeit bleiben, weil sie Fußpilz begünstigen kann.
Autor:Sarah Isele aus Mannheim-Nord |
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