Nürnberg 45 – Im Angesicht des Bösen: Blauer Panther 2026
- Nürnberg 45 – Im Angesicht des Bösen: Das ausgezeichnete Dokudrama thematisiert den Nürnberger Prozess aus historischer Perspektive.
- Foto: NDR Norddeutscher Rundfunk
- hochgeladen von Wochenblatt Redaktion
Nürnberg 45 – Im Angesicht des Bösen. Das Dokudrama erhält den Blauen Panther 2026 in der Kategorie „Bestes Dokumentationsdrama“. Ausgezeichnet werden die Produzenten Michael Souvignier und Till Derenbach für die filmische Inszenierung und die Dramaturgie.
Im Mittelpunkt stehen die Ereignisse rund um den Nürnberger Prozess, erzählt aus der Perspektive zweier junger Auschwitz-Überlebender. Der deutsche Journalist Ernst Michel und die polnische Autorin Seweryna Szmaglewska werden von Jonathan Berlin und Katharina Stark gespielt. Am 20. November 1945 begann im Nürnberger Justizpalast der erste der sogenannten „Nürnberger Prozesse“. Das Dokudrama verbindet Archivmaterial, Spielszenen und dokumentarische Erzählung und richtet sich dabei besonders an ein jüngeres Publikum.
Nürnberg 45 – Im Angesicht des Bösen: Auszeichnung für neue Perspektive
Juliane von Schwerin, Leiterin des Programmbereichs Gesellschaft beim NDR, sagt: „Dieses wichtige Kapitel deutscher Geschichte emotional, jung und modern zu erzählen, war uns ein persönliches und großes Anliegen“. Sie verweist außerdem auf die große Resonanz, insbesondere bei jüngeren Menschen. Ellen Trapp, Leiterin des Programmbereichs Kultur beim NDR, erklärt: „Die Produktion haben wir bewusst so gestaltet, dass sie auch ein junges Publikum erreicht“. Die jungen Hauptfiguren und die moderne Erzählweise sollen Menschen ohne direkten Bezug zur Zeit des Nationalsozialismus für Demokratie, Menschenrechte und die Gefahren totalitärer Ideologien sensibilisieren.
Archivmaterial trifft auf dokumentarische Erzählung
Die Jury hebt die Verbindung von Archivmaterial, Spielszenen und dokumentarischer Erzählung hervor. Gerade weil immer weniger Zeitzeuginnen und Zeitzeugen persönlich von ihren Erfahrungen berichten können, brauche es neue Formen, um ihre Erinnerungen an jüngere Generationen weiterzugeben. Die Produktion entstand als Koproduktion aller neun ARD-Landesrundfunkanstalten unter der Federführung von NDR und BR. Regie führte Carsten Gutschmidt, das Drehbuch schrieb Dirk Eisfeld, produziert hat die Zeitsprung Pictures GmbH.
„Nürnberg 45 – Im Angesicht des Bösen“ ist in der ARD Mediathek abrufbar. Der erste Nürnberger Prozess begann am 20. November 1945. [red]
Autor:Jens Vollmer aus Kaiserslautern |