Niedrigwasser an der Ahr bei Sinzig: Warum der Fluss verschwindet
- Anhaltende Hitze und Trockenheit haben den Pegel des Flusses deutlich sinken lassen, sodass die Ahr nur noch als schmales Rinnsal in den Rhein fließt.
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Rheinland-Pfalz. Wegen des extremen Niedrigwassers wirkt es an der Ahr kurz vor der Mündung in den Rhein derzeit so, als würde der Fluss verschwinden.
Tatsächlich versickert die Ahr dort nicht, wie das Landesamt für Umwelt in Mainz erklärt. Der Grund liegt im sehr niedrigen Wasserstand des Rheins. Die Ahr mündet demnach zunächst in das trockengefallene Flussbett des Rheins.
Warum die Ahr zeitweise nicht zu sehen ist
Das freiliegende Flussbett besteht aus grobem Kies und Geröll. Führt die Ahr nur wenig Wasser, fließt dieses in die Hohlräume zwischen den Steinen und setzt seinen Weg unterirdisch fort. An der Oberfläche ist der Wasserlauf dann zeitweise nicht mehr zu erkennen.
Nach den Regenfällen in der Nacht zum Mittwoch führt die Ahr aktuell wieder etwas mehr Wasser und erreicht den Rhein wieder sichtbar. Insgesamt bleibt der Pegel wegen der anhaltenden Trockenheit und Hitze aber sehr niedrig.
Landesamt ordnet das Phänomen ein
Nach Angaben des Landesamts ist das derzeitige Niedrigwasser des Rheins außergewöhnlich. Dass Wasser in grobem Flussbettmaterial zeitweise unterirdisch weiterfließt, gilt aus hydrologischer Sicht dagegen als bekanntes und grundsätzlich normales Phänomen. dpa/red
Autor:Cornelia Bauer aus Speyer |
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