Niedrigwasser am Rhein bei Koblenz: Entspannung erst ab Oktober

Heinz-Dieter Kimpel hat 25 Jahre lang die Fähre Kaub gesteuert. Rhein-Niedrigwasser so früh im Jahr hat er nach eigenen Worten noch nie erlebt. Die nun von seinem Sohn Andre Kimpel betriebene Fähre sitzt mangels ausreichender Pegelstände fest und wird währenddessen saniert.   | Foto: Thomas Frey/dpa
  • Heinz-Dieter Kimpel hat 25 Jahre lang die Fähre Kaub gesteuert. Rhein-Niedrigwasser so früh im Jahr hat er nach eigenen Worten noch nie erlebt. Die nun von seinem Sohn Andre Kimpel betriebene Fähre sitzt mangels ausreichender Pegelstände fest und wird währenddessen saniert.
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Koblenz. Für Schifffahrt und Wirtschaft am Rhein bleibt die Lage vorerst angespannt: Trotz angekündigten Regens dürfte das Niedrigwasser nach Einschätzung von Fachleuten noch bis in den Herbst hinein ein Thema bleiben.

Die Bundesanstalt für Gewässerkunde in Koblenz teilte am 13. August in ihrem Wochenbericht mit, dass der Rhein in der neuen Woche zwar um einige Dezimeter steigen könnte, falls die erwarteten Niederschläge tatsächlich fallen. Die ausgeprägte Niedrigwassersituation wäre damit aber noch längst nicht beendet.

Nur leichte Erholung erwartet

Eine substanzielle Entspannung zeichnet sich nach den Sechs-Wochen-Vorhersagen demnach nicht vor Anfang Oktober ab. Auch Bundesverkehrsminister Steffen Bilger sagte nach einer Schaltkonferenz mit den Ländern am 12. August, die nächsten Wochen blieben anspruchsvoll. Die Wasserstände an Rhein und Donau würden vorerst sehr niedrig bleiben.

Große Flusssysteme wie Rhein und Donau benötigen nach Einschätzung von Fachleuten sehr viel Regen, um wieder deutlich anzusteigen. Einzelne Schauer reichen dafür nicht aus.

Erfahrener Fährmann sieht ungewöhnliche Lage

Heinz-Dieter Kimpel, früher langjähriger Chef der Kauber Rheinfähre zwischen Rüdesheim und Koblenz, sagte der Deutschen Presse-Agentur, frühere Hochwasserphasen im Advent und im Frühjahr seien ausgeblieben. „Echtes Niedrigwasser in dieser Jahreszeit hatten wir noch nie. Normalerweise kommt das erst im Herbst“, sagte der 83-Jährige. Niedrige Pegelstände auch noch im September und Oktober halte er daher für gut möglich. Kimpel lebt seit vielen Jahrzehnten am Kauber Rheinufer. dpa/red

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Cornelia Bauer aus Speyer

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