Nie wieder kümmerliche Kräuter: Mit diesen Tricks wächst alles prächtig

Frische Kräuter aus dem Garten? Viele Arten lassen sich ganz einfach selbst anbauen. (zu dpa: «Kräuter richtig kombinieren – Tipps für Garten und Balkon») | Foto: dpa
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Im Frühjahr zeigt sich, dass die richtige Nachbarschaft im Beet oder Topf über Wachstum und Ertrag entscheidet. Wer Kräuter passend kombiniert, spart Pflegeaufwand, vermeidet Kümmerwuchs und kann über Monate hinweg zuverlässig ernten.

Kräuter aus dem eigenen Garten oder vom Balkon liefern nicht nur frische Aromen für die Küche. Ihre Blüten bieten auch Nahrung für Wildbienen und Schmetterlinge. Der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland, kurz BUND, ordnet ein, welche Kombinationen sich bewährt haben und wo Einschränkungen gelten.

Ein warmer, trockener und windgeschützter Standort gilt für viele Kräuter als Grundvoraussetzung. Häufig eignet sich eine sonnige Hauswand oder ein geschützter Balkon. Vor dem Pflanzen hilft ein einfacher Plan, der Standortansprüche und Wuchsstärke berücksichtigt.

Bewährte Kräuter-Kombinationen im Überblick

Nach Einschätzung des BUND profitieren viele Kräuter voneinander, wenn sie ähnliche Boden- und Lichtansprüche haben. Diese Kombinationen gelten als gut verträglich:

  • Lavendel harmoniert mit Oregano, Rosmarin, Thymian, Melisse, Salbei und Currykraut.
  • Zitronenmelisse wächst gut neben Minze, Lavendel, Salbei, Thymian, Koriander, Schnittlauch und Ringelblume.
  • Basilikum passt zu Petersilie, Rosmarin, Fenchel, Koriander, Ringelblume und Oregano.

In Mischkulturen können Kräuter zusätzlich positive Effekte auf benachbarte Gemüsepflanzen haben, etwa durch Duftstoffe oder eine bessere Bodennutzung.

Nicht jede Nähe ist jedoch sinnvoll. Petersilie und Lavendel gelten als unverträglich. Basilikum sollte außerdem nicht direkt neben Dill, Salbei, Thymian oder Zitronenmelisse stehen, da unterschiedliche Ansprüche das Wachstum bremsen können.

Kräuterspirale schafft verschiedene Standorte

Eine Kräuterspirale bündelt unterschiedliche Bedingungen auf kleiner Fläche. Der spiralförmige Aufbau steigt zur Mitte hin an und vergrößert laut Naturschutzbund Deutschland, kurz Nabu, die nutzbare Beetfläche deutlich. Dadurch entstehen Zonen mit wechselnden Boden- und Feuchtigkeitsverhältnissen.

Im oberen, trockenen Bereich gedeihen mediterrane Kräuter wie Basilikum, Rosmarin, Salbei, Thymian und Oregano. Sie bevorzugen Wärme und nährstoffarmen Boden. In tieferen und feuchteren Zonen finden eher heimische Arten Platz, darunter Ringelblume, verschiedene Minzen oder Brunnenkresse.

Stark wachsende Kräuter wie Beinwell, Beifuß oder Liebstöckel gelten für die Kräuterspirale als ungeeignet. Sie können viel Schatten werfen und andere Pflanzen verdrängen.

Kräuteranbau auf Balkon und Fensterbank

Auch ohne Garten lassen sich Kräuter erfolgreich ziehen. Auf sonnigen Balkonen bewähren sich Arten, die Hitze gut vertragen. Dazu zählen Basilikum, Lavendel, Oregano, Rosmarin, Salbei und Thymian. Der BUND empfiehlt dabei torffreie Erde zu verwenden.

Gartenexpertin Corinna Hölzel vom BUND rät zu Töpfen aus Ton oder Terrakotta. Diese sind atmungsaktiv, lassen Feuchtigkeit besser verdunsten und verringern das Risiko von Staunässe. So bleibt der Pflegeaufwand überschaubar und die Pflanzen entwickeln sich gleichmäßig.

Insgesamt zeigt sich, dass durch passende Kombinationen und standortgerechte Auswahl viele typische Probleme beim Kräuteranbau vermieden werden können. dpa

Dieser Text wurde mit maschineller Unterstützung erstellt und redaktionell geprüft.

Autor:

Cornelia Bauer aus Speyer

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