Naturgarten im Frühjahr anlegen: So klappt der Start ohne Gift

Beim Frühjahrsstart im Garten helfen einfache Naturgarten-Prinzipien, damit Kräuter und Gemüse gut wachsen und Schnecken ohne Gift weniger Schaden anrichten. | Foto: jonnysek/stock.adobe.com
  • Beim Frühjahrsstart im Garten helfen einfache Naturgarten-Prinzipien, damit Kräuter und Gemüse gut wachsen und Schnecken ohne Gift weniger Schaden anrichten.
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Naturgarten anlegen. Ein naturnaher Start in die Gartensaison gelingt im Frühjahr am besten mit wenigen, gezielten Schritten: Kräuter einplanen, Beete so anlegen, dass Schnecken weniger Chancen haben, und im Garten nicht zu früh „aufräumen“.

Diese Tipps stammen vom Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland e.V. (BUND) und ordnen ein, wie sich im Alltag ein Garten gestalten lässt, der Küche, Pflanzen und Nützlingen gleichzeitig nutzt.

Kräuter spielen dabei eine Schlüsselrolle. Laut BUND-Pestizidexpertin Corinna Hölzel sind sie vielseitig, weil sie in der Küche nutzbar sind, im Beet auffallen und zugleich Wildbienen, Schmetterlinge und Schwebfliegen anziehen. Zusätzlich können Kräuter im Beet die Gesundheit benachbarter Kulturpflanzen stärken.

Beete planen: Kräuter stärken, Schnecken bremsen, Nützlinge fördern

Damit Kräuter gut wachsen, passt meist ein warmer, trockener und windgeschützter Standort. Bei der Beetplanung kann außerdem berücksichtigt werden, dass Schnecken einige Gemüsearten weniger mögen. Genannt werden rote Beete, Zwiebeln, Lauch, Tomaten und Mangold.

Bei besonders gefährdetem Gemüse wie Kopfsalat wird als pragmatische Lösung ein Hochbeet genannt. Von Schneckenkorn rät der BUND ab, weil es laut Expertin auch für Hunde, Katzen und Igel giftig ist und zudem nützliche Schnecken wie Gehäuseschnecken tötet. Als Alternativen werden Schneckenzäune oder Schneckenkragen eingeordnet, die Schnecken mechanisch abhalten.

Für ein stabiles „Garten-Ökosystem“ können Nützlinge helfen, die Schnecken fressen. Genannt werden Molche, Eidechsen, Laufkäfer und verschiedene Vogelarten. Strukturelemente, die solche Tiere eher anziehen können, sind:

  • Totholzstapel
  • Laubhaufen
  • dichte Hecken
  • Nistkästen
  • Kompost

Zum Naturgarten gehören auch weniger beliebte Tiere wie Spinnen, Weberknechte, Asseln, Ameisen oder Ohrwürmer. Laut Hölzel sind sie nützliche Helfer, weil sie Schadinsekten fressen, Humus bilden, selbst Nahrung für andere Arten sind und das Gleichgewicht im Garten mitstabilisieren.

Als Grundprinzip gilt: Nicht zu früh zu viel Ordnung schaffen, weil verblühte Stauden, Laubhaufen und Totholz Lebensraum für viele Arten sind, die im Garten gebraucht werden.

Dieser Text wurde mit maschineller Unterstützung erstellt und redaktionell geprüft.

Autor:

Laura Lüttmann aus Neustadt/Weinstraße

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