Nachrichten: Streaming überschreitet 2026 die 50-Prozent-Marke
- Streaming prägt den deutschen Audio- und Bewegtbildmarkt immer stärker. 2026 sollen die Erlöse erstmals mehrheitlich aus Streamingangeboten stammen.
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Nachrichten. Streamingangebote überschreiten 2026 in Deutschland erstmals die Hälfte der Umsätze mit Audio- und Bewegtbildangeboten. Der gesamte Markt wächst laut VAUNET-Prognose um 1,8 Prozent auf 16,3 Milliarden Euro.
Von den erwarteten Gesamterlösen entfallen 7,8 Milliarden Euro auf bezahlte Angebote, 6,4 Milliarden Euro auf Werbung und 2,2 Milliarden Euro auf Teleshopping. Streaming kommt dabei auf 8,6 Milliarden Euro und erreicht einen Anteil von 52 Prozent, während dieser Wert 2019 noch bei 26 Prozent lag.
Nachrichten: Streaming verändert die Umsatzverteilung
Das Wachstum tragen ausschließlich Video- und Audio-Streamingumsätze. Frank Giersberg, Geschäftsführer des VAUNET, sagt: „Wir sehen 2026 trotz des schwierigen wirtschaftlichen Umfeldes eine erfreulich robuste Gesamtmarktentwicklung."
Sowohl die Erlöse aus Nutzungsentgelten als auch die Streaming-Werbung legen zu. Gleichzeitig sinken die Umsätze der klassischen TV- und Radiowerbung laut Prognose jeweils um 6 Prozent.
Werbung wandert ins Streaming
Die gesamten Werbeumsätze steigen 2026 voraussichtlich um 1,8 Prozent auf 6,4 Milliarden Euro. Der Streaming-Werbemarkt wächst dabei auf 2,7 Milliarden Euro und erreicht rund 42 Prozent der Audio- und Bewegtbildwerbung.
Bei Videowerbung steigen die Streamingumsätze um 15 Prozent auf rund 2,5 Milliarden Euro, während die Fernsehwerbung um 6 Prozent auf 3,1 Milliarden Euro zurückgeht. Von den Werbeumsätzen im Video-Streaming entfallen bereits 72 Prozent auf Alphabet, Amazon, ByteDance und Meta. Claus Grewenig, Vorstandsvorsitzender des VAUNET und Chief Corporate Affairs Officer von RTL Deutschland, sagt: „Die Zahlen des VAUNET zeigen die Stärke unserer Branche - und zugleich, wo medienpolitischer Handlungsbedarf besteht. Wachstum im Medienmarkt stärkt heute nicht automatisch diejenigen, die mit ihren Angeboten zu Vielfalt, Meinungsbildung und demokratischer Öffentlichkeit beitragen."
Pay-Angebote bleiben wichtig
Auch bei den Bezahlangeboten erwartet der VAUNET ein Plus: Die Umsätze steigen voraussichtlich um 2,3 Prozent auf 7,8 Milliarden Euro. Paid-Video-on-Demand legt um 4,5 Prozent auf rund 3,7 Milliarden Euro zu, Paid Audio wächst um 5 Prozent auf rund 2,2 Milliarden Euro.
Pay-TV verliert dagegen 4 Prozent und kommt auf 1,9 Milliarden Euro. Der Streaminganteil an den entgeltpflichtigen Audio- und Bewegtbildangeboten steigt damit auf 75 Prozent, während Teleshopping mit 2,2 Milliarden Euro auf dem Niveau des Vorjahres bleibt. [red]
Autor:Film und Fernsehen: Shows, Serien und Stars aus Ludwigshafen |