Muffige Wäsche vermeiden: Diese Tipps helfen gegen Geruch nach dem Waschen
- Schnell aus der Maschine holen: Langes Liegenlassen der Wäsche in der Trommel fördert die Vermehrung von Mikroben und so den muffigen Geruch.
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Muffige Wäsche nach dem Waschen vermeiden. Wenn frisch gewaschene Kleidung unangenehm riecht, liegt das häufig an Bakterien, die in den Textilien überleben. Mit der richtigen Dosierung von Waschmittel, schnellem Trocknen und gelegentlichen heißen Waschgängen lässt sich der Geruch oft verhindern.
Riechen Kleidungsstücke nach der Wäsche muffig statt frisch, sind meist Mikroorganismen die Ursache. "Ein muffiger Geruch bei frisch gewaschenen Textilien weist oft darauf hin, dass darin noch Bakterien aktiv sind", erklärt Bernd Glassl, Reinigungsexperte beim Industrieverband Körperpflege- und Waschmittel (IKW).
Muffige Wäsche liegt häufig an Bakterien
Bakterien vermehren sich besonders gut, wenn Feuchtigkeit und Nährstoffe vorhanden sind. Deshalb kann bereits die Waschmitteldosierung eine Rolle spielen. Wird zu wenig Waschmittel verwendet, bleiben Rückstände auf der Wäsche zurück. Die Dosierangaben auf Verpackungen beziehen sich meist auf 4,5 Kilogramm Weiß- oder Buntwäsche beziehungsweise auf 2,5 Kilogramm Feinwäsche im trockenen Zustand. Auch die Wasserhärte beeinflusst die richtige Menge. Informationen dazu stellt der örtliche Wasserversorger bereit.
Ein weiterer häufiger Grund ist, dass gewaschene Kleidung zu lange in der Maschine bleibt. "Um den Bakterien das Wasser zu entziehen, sollte man die Wäsche schnell nach dem Programmende zum Trocknen geben", empfiehlt Glassl. Nach dem Waschgang bleibt die Tür der Maschine am besten offen. Auch die Waschmittelschublade sollte herausgezogen werden, damit das Innere der Maschine trocknen kann. "So wird einer Vermehrung der Bakterien in den Zeiten vorgebeugt, in denen die Waschmaschine nicht in Betrieb ist."
Heiße Waschgänge können Biofilm verhindern
Zusätzlich kann es helfen, regelmäßig bei höheren Temperaturen zu waschen. Mindestens ein- bis zweimal im Monat empfiehlt sich ein Waschgang mit weißer oder heller Wäsche bei etwa 60 Grad und mit einem Vollwaschmittel als Pulver, Granulat oder Tabletten. Das kann verhindern, dass sich ein sogenannter Biofilm aus Pilzen und Bakterien im Restwasser der Waschmaschine bildet.
Manchmal sorgt auch mehr Wasser im Waschgang für frischere Wäsche. "Manchmal hilft es auch, dass an die Wäsche mehr Wasser gelangt, damit sie am Ende des Waschgangs frisch riecht", so Glassl. Möglich sind zum Beispiel eine Vorwäsche oder ein zusätzlicher Spülgang.
Wenn Kleidung trotz dieser Maßnahmen weiterhin muffig riecht, können Hygienespüler im letzten Spülgang die Zahl der Bakterien reduzieren. Entscheidend bleibt jedoch, Feuchtigkeit in Maschine und Wäsche möglichst schnell zu verringern. dpa/red
Autor:Sarah Isele aus Mannheim-Nord |