Mückenschutz im Alltag: So sinkt das West-Nil-Risiko
- Auch in Deutschland kann das West-Nil-Fieber durch Mücken übertragen werden.
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West-Nil-Fieber. Konsequenter Mückenschutz senkt im Alltag das Risiko einer Infektion deutlich, auch weil das Virus inzwischen nicht mehr nur in tropischen Regionen vorkommt. Nach aktuellen Hinweisen des CRM Centrums für Reisemedizin wird West-Nil-Fieber vor allem durch Culex-Mücken übertragen, die auch in Deutschland verbreitet sind.
Die meisten Infektionen bleiben unbemerkt oder verlaufen mild. Dennoch entwickelt etwa jede fünfte infizierte Person Beschwerden wie Fieber, Kopf- und Gliederschmerzen, Abgeschlagenheit oder Hautausschlag.
Schwere Verläufe sind selten, aber möglich
Etwa jede hundertste infizierte Person erkrankt schwer, zum Beispiel an Meningitis oder Enzephalitis. Besonders betroffen sind ältere Menschen und Personen mit geschwächtem Immunsystem. Wer nach Mückenstichen, vor allem in betroffenen Gebieten, Fieber, Hautausschlag oder neurologische Beschwerden entwickelt, sollte das ärztlich abklären lassen. Eine akute Infektion kann per Blutuntersuchung festgestellt und muss dann gemeldet werden.
Eine gezielte antivirale Therapie oder eine für Menschen zugelassene Impfung gibt es nach Angaben des CRM derzeit nicht. Behandelt werden vor allem die Symptome.
Mückenschutz bleibt die wichtigste Vorsorge
Am besten lässt sich das Risiko durch konsequenten Schutz vor Mückenstichen verringern. Dazu gehören im Alltag vor allem diese Maßnahmen:
- lange und möglichst helle Kleidung tragen
- Repellents auf die Haut auftragen
- Insektenschutzgitter oder Moskitonetze nutzen
- sich abends und nachts möglichst in geschlossenen Räumen aufhalten
- stehendes Wasser im Wohnumfeld entfernen, weil es als Brutplatz dient
Das Bernhard-Nocht-Institut für Tropenmedizin rät auch Menschen mit einer akuten Infektion dazu, Mückenstiche möglichst zu vermeiden. So lässt sich eine weitere Verbreitung des Virus erschweren.
Seit Beginn der Saison wurden in sieben europäischen Ländern Infektionen mit dem West-Nil-Virus registriert. Besonders betroffen ist Italien mit knapp 100 Fällen. Auch Griechenland, Spanien, Nordmazedonien, Rumänien und Frankreich meldeten vor Ort entstandene Infektionen. Der aktuelle deutsche Fall trat in Rheinland-Pfalz auf. Für den Alltag heißt das vor allem, Mückenschutz nicht nur auf Fernreisen einzuplanen. dpa/red
Autor:Sarah Isele aus Mannheim-Nord |