Motorräder zurück auf den Straßen: Wo im Frühjahr das Risiko steigt
- Motorrad fahren im Frühjahr: Wenn die Motorradsaison beginnt, sollten Autofahrerinnen und -fahrer besonders aufmerksam sein. Oft schätzen sie das Tempo der Biker falsch ein.
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Motorradfahren im Frühjahr. Mit den ersten warmen Tagen tauchen Motorräder wieder häufiger im Straßenbild auf, und genau diese Übergangsphase gilt als unfallträchtig. Prüforganisationen wie Dekra verweisen darauf, dass sowohl Motorradfahrende als auch Autofahrende ihre Aufmerksamkeit anpassen sollten, weil sich Verkehrsabläufe und Sichtgewohnheiten nach dem Winter erst neu einspielen müssen.
Motorräder werden im Alltag leicht übersehen, vor allem nach Monaten ohne Zweiräder auf den Straßen. Ihre schmale Silhouette wird schneller falsch eingeschätzt, ebenso Geschwindigkeit, Beschleunigung und Entfernung. Zusätzlich kann tief stehende Sonne im Frühjahr blenden, was Reaktionszeiten verlängert und Fehleinschätzungen begünstigt.
Kreuzungen und Einmündungen bleiben die größten Schwachstellen
Als besonders unfallanfällig gelten Kreuzungen, Einmündungen aus Nebenstraßen sowie Ausfahrten und Parkstreifen. Kritisch sind Situationen, in denen Autos nach links abbiegen wollen, während Motorräder bereits zum Überholen ansetzen. Ein zusätzlicher Blick in den Rückspiegel kann hier entscheidend sein. Aus Sicht der Zweiradsicherheit empfiehlt das Institut für Zweiradsicherheit, defensiv zu fahren, bremsbereit zu bleiben und ausreichend Abstand zu halten. Farbenfrohe Schutzkleidung erhöht die Sichtbarkeit im Verkehr. In Kurven wird geraten, möglichst weit rechts zu fahren und jederzeit mit Gegenverkehr zu rechnen.
Saisonstart mit Training statt Tempo
Im Frühjahr kommen weitere Risiken hinzu. Schmutz, Splittreste und Frostaufbrüche verschlechtern den Grip. Dekra-Experten raten deshalb, sich zu Beginn der Saison auf einem leeren Parkplatz oder einer verkehrsarmen Straße wieder an das Motorrad zu gewöhnen. Vorgeschlagen werden unter anderem folgende Übungen:
- Fahren von Achten zur Schulung von Balance und Blickführung
- Ausweichen vor einem simulierten Hindernis
- Eine kontrollierte Vollbremsung
- Langsames Fahren mit kurzen Stopps, ohne abzusteigen
Für den Alltag bedeutet das vor allem eine Phase erhöhter Aufmerksamkeit auf beiden Seiten. Wer sich Zeit für die Umstellung nimmt, reduziert typische Frühjahrsrisiken deutlich. dpa/red
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Autor:Jens Vollmer aus Wochenblatt Kaiserslautern |