Mit dem Pedelec zur Arbeit: CO2 sparen beim Pendeln
- Weniger CO2 pro Kilometer: Ein Pedelec verursacht je gefahrenem Kilometer weit weniger CO2 als ein Auto – selbst wenn der Energieverbrauch des Akkus einbezogen wird.
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Mit dem Pedelec zur Arbeit. Wer für den Arbeitsweg häufiger das Fahrrad mit elektrischer Unterstützung statt das Auto nutzt, kann pro Jahr mehrere Hundert Kilogramm CO2 einsparen. Schon bei zwei Fahrten pro Woche zeigt sich ein deutlicher Unterschied. Berechnungen des Umweltbundesamtes zeigen, wie groß der Effekt im Alltag sein kann.
Viele Beschäftigte fahren weiterhin mit dem Auto zur Arbeit. Nach Zahlen des Statistischen Bundesamtes nutzen rund 65 Prozent der Arbeitnehmer überwiegend das Auto für den Arbeitsweg. Das Fahrrad spielt dagegen bislang eine kleinere Rolle. Nur etwa 10 Prozent fahren regelmäßig damit zur Arbeit.
Dabei wirkt sich gerade der Arbeitsweg stark auf die persönliche Klimabilanz aus. «Wer mit dem Auto allein zur Arbeit fährt, verursacht bei einer Entfernung von 15 Kilometern bereits über eine Tonne CO2 im Jahr für das Pendeln. Das sind zehn Prozent des durchschnittlichen CO2-Fußabdrucks einer Person», sagt Michael Bilharz vom Umweltbundesamt (UBA).
Pedelec verursacht deutlich weniger CO2 als ein Auto
Auch ein elektrisch unterstütztes Fahrrad benötigt Energie. Der Stromverbrauch des Akkus fällt in der Klimabilanz jedoch deutlich geringer aus als der Kraftstoffverbrauch eines Autos.
Michael Bilharz erklärt den Unterschied so:
- Ein Pedelec verursacht im Schnitt etwa 3 Gramm CO2 pro Kilometer.
- Ein Auto verursacht durchschnittlich rund 230 Gramm CO2 pro Kilometer.
Damit liegt der Ausstoß eines Autos etwa 70 bis 80 Mal höher als beim Pedelec. Selbst wenn das Elektrofahrrad regelmäßig geladen wird, bleibt der Unterschied deutlich.
Beispielrechnung für einen typischen Arbeitsweg
Für eine Beispielrechnung geht das Umweltbundesamt davon aus, dass eine Person zweimal pro Woche zur Arbeit fährt und die einfache Strecke zehn Kilometer beträgt. Grundlage sind 46 Arbeitswochen pro Jahr.
Die Klimabilanz für das Auto:
- 2 x 10 Kilometer x 230 Gramm CO2 = 4.600 Gramm CO2 pro Arbeitstag.
- 4.600 Gramm x 2 Fahrten pro Woche = 9.200 Gramm CO2 pro Woche.
- 9.200 Gramm x 46 Arbeitswochen = 423.200 Gramm CO2 pro Jahr.
Die Rechnung für das Pedelec:
- 2 x 10 Kilometer x 3 Gramm CO2 = 60 Gramm CO2 pro Arbeitstag.
- 60 Gramm x 2 Fahrten pro Woche = 120 Gramm CO2 pro Woche.
- 120 Gramm x 46 Arbeitswochen = 5.520 Gramm CO2 pro Jahr.
Der Unterschied beträgt damit rund 417.680 Gramm CO2 im Jahr. Das entspricht etwa 418 Kilogramm CO2. Laut Bilharz entspricht diese Menge ungefähr einer Autofahrt von rund 2.075 Kilometern. Das ist in etwa die Strecke von Hamburg nach Barcelona.
Arbeitsweg bleibt mit dem Pedelec gut planbar
Auch zeitlich kann ein Pedelec für viele Pendelstrecken praktikabel sein. Bei einer Durchschnittsgeschwindigkeit von 20 km/h dauert eine Strecke von zehn Kilometern etwa eine halbe Stunde.
Die Klimabilanz verbessert sich zusätzlich, wenn der Akku mit Ökostrom geladen wird. Noch mehr Emissionen lassen sich vermeiden, wenn einzelne Arbeitstage im Homeoffice stattfinden. Für viele Arbeitswege zeigt die Beispielrechnung vor allem eines: Schon wenige Fahrten pro Woche ohne Auto können die persönliche CO2-Bilanz deutlich senken. dpa/red
Autor:Cornelia Bauer aus Speyer |
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