Mehr Hitzetote in Rheinland-Pfalz: RKI meldet Rekordwert
- Laut RKI waren es dieses Jahr besonders viele Hitzetote. (Symbolbild)
- Foto: Andreas Arnold/dpa
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Rheinland-Pfalz. Die Hitze hat in diesem Jahr für Menschen im Land bislang deutlich schwerere Folgen als in den Vorjahren. Nach Schätzungen des Robert Koch-Instituts sind bis zum 2. August bereits etwa 1.600 Menschen in Rheinland-Pfalz hitzebedingt gestorben.
Damit liegt der Wert schon jetzt über jedem einzelnen Gesamtjahr seit 2016. In diesem Zeitraum hatte die Zahl der Hitzetoten im Land nie mehr als 1.000 betragen. Die bislang höchste Jahreszahl der vergangenen zehn Jahre stammt nach den neuesten RKI-Schätzungen aus dem Jahr 2018 mit rund 630 hitzebedingten Todesfällen.
Im laufenden Jahr entfallen laut RKI 38,7 hitzebedingte Todesfälle auf 100.000 Einwohnerinnen und Einwohner. Im vergangenen Jahr lag dieser Wert bei 6,2.
RKI nennt große Spanne bei den Schätzungen
Die Zahl für Rheinland-Pfalz ist eine Schätzung. Je nach Berechnung geht das RKI für die Zeit bis zum 2. August von 1.290 bis 1.920 hitzebedingten Sterbefällen aus.
Dass sich die Angaben auch für frühere Jahre ändern, liegt dem Institut zufolge an einer monatlichen Neuberechnung der Daten. Nach Angaben einer Sprecherin wird zudem das Modell weiterentwickelt. Deshalb können die Werte von früheren Wochenberichten abweichen.
Bundesweit rund 12.500 Hitzetote
Deutschlandweit haben Hitzeperioden nach RKI-Schätzungen in diesem Jahr bislang zu rund 12.500 Sterbefällen geführt. Das sind schon jetzt deutlich mehr Todesfälle infolge von Hitze als sonst in ganzen Jahren.
Grundlage der RKI-Schätzung sind unter anderem das Monitoring der Sterbefallzahlen des Statistischen Bundesamtes und Daten des Deutschen Wetterdienstes. Nach Einschätzung des RKI handelt es sich um eine konservative Schätzung, die Gesamtzahl der Hitzetoten könnte also noch höher liegen. dpa/red
Autor:Cornelia Bauer aus Speyer |
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