Marmelade fest bekommen: Gelierzucker vorher prüfen
- Anders als Haushaltszucker ist Gelierzucker nicht unbegrenzt haltbar.
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Gelierzucker. Marmelade wird zuverlässiger fest, wenn vor dem Einkochen das Mindesthaltbarkeitsdatum des Gelierzuckers geprüft und am Topf eine Gelierprobe gemacht wird.
In der Einkochzeit entscheiden nicht nur reife Früchte über das Ergebnis. Auch Gelierzucker kann nach längerer Lagerung schwächer werden, weil der enthaltene pflanzliche Gelierstoff Pektin mit der Zeit an Wirkung verliert.
Darauf weist die Verbraucherzentrale Bayern hin. Ernährungsexpertin Katharina Holthausen ordnet ein: «Ist das Mindesthaltbarkeitsdatum deutlich überschritten, kann es passieren, dass die Konfitüre nicht richtig fest wird». Ein Gesundheitsrisiko bestehe durch abgelaufenen Gelierzucker jedoch nicht.
Die Gelierprobe zeigt, ob die Marmelade bindet
Ob die Masse fest genug wird, lässt sich während des Kochens einfach prüfen. Holthausen beschreibt die Gelierprobe so: «Von der kochenden Marmelade gibt man zunächst einen Löffel auf einen Teller und lässt sie erkalten.»
- Bleibt die Marmelade nach dem Abkühlen zu flüssig, kann sie kurz weiterkochen.
- Wird sie danach noch immer nicht fest, kann etwas Zitronensaft die Bindung unterstützen.
- Auch ein zusätzliches Geliermittel kann helfen, wenn die Gelierkraft des alten Zuckers zu schwach ist.
Alter Gelierzucker muss nicht sofort in den Müll
Wenn die Gelierprobe zeigt, dass der Zucker für Konfitüre nicht mehr stark genug bindet, ist er nicht automatisch verdorben. Für Kompott oder Tortenguss lässt er sich laut Verbraucherzentrale Bayern weiterverwenden.
Für den Alltag heißt das: Vor dem Einkochen lohnt der kurze Blick aufs Mindesthaltbarkeitsdatum, und bei älterem Gelierzucker entscheidet die Gelierprobe über Nachkochen, Nachbinden oder eine andere Verwendung. dpa/red
Autor:Sarah Isele aus Mannheim-Nord |