Leinöl-Lappen richtig entsorgen sonst droht Selbstentzündung
- Beim Ölen von Holzmöbeln fallen oft getränkte Lappen an. Werden sie falsch gelagert, kann es durch Wärmestau zu Brandgefahr kommen.
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Leinöl-Lappen richtig entsorgen. Wer Holz im Frühjahr mit Leinöl einreibt, kann das Brandrisiko deutlich senken, wenn ölgetränkte Lappen nicht zusammengeknüllt liegen bleiben, sondern luftdicht gelagert oder kontrolliert getrocknet werden.
Gerade im März werden in vielen Haushalten Garten- und Terrassenmöbel aus Holz aufgefrischt. Das Öl gilt als bewährt und günstig, doch die Aktion Das sichere Haus e.V. (DSH) weist auf einen Punkt hin, der im Alltag leicht übersehen wird: Nicht das geölte Möbelstück ist typischerweise das Problem, sondern der benutzte Lappen.
Der Hintergrund ist eine chemische Reaktion. Leinöl reagiert mit Luftsauerstoff. Dabei entsteht Wärme, erklärt DSH-Geschäftsführerin Dr. Susanne Woelk. In textilen Stoffen kann sich diese Wärme stauen, besonders wenn der Lappen zusammengeknüllt ist. Unter ungünstigen Bedingungen kann es zur Selbstentzündung kommen.
So werden Leinöl-Lappen zu Hause sicher aufbewahrt und entsorgt
Für die Praxis nennt die DSH klare, alltagstaugliche Lösungen:
- Mit Leinöl getränkte Lappen nur in verschlossenen Schraubgläsern oder anderen nicht brennbaren, luftdichten Behältern aufbewahren.
- Lappen, die nicht mehr gebraucht werden, ausgebreitet auf einem nicht brennbaren Untergrund an der Luft trocknen lassen und nach dem Trocknen in einem luftdicht verschlossenen Gefäß entsorgen.
- Für Pinsel, die beim Ölen verwendet werden, eignet sich laut DSH Leinölseife zum Reinigen.
Wer beim Ölen die Lappen konsequent luftdicht lagert oder ausgebreitet trocknen lässt, nutzt Leinöl weiter wie gewohnt, reduziert aber ein vermeidbares Brandrisiko im Haushalt.
Dieser Text wurde mit maschineller Unterstützung erstellt und redaktionell geprüft.
Autor:Laura Lüttmann aus Neustadt/Weinstraße |
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