Lebenserwartung in Baden-Württemberg steigt: Tübingen vorn

Die Lebenserwartung in Baden-Württemberg ist erneut leicht gestiegen. (Archivbild) | Foto: Arne Dedert/dpa
  • Die Lebenserwartung in Baden-Württemberg ist erneut leicht gestiegen. (Archivbild)
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Baden-Württemberg. Die neuen Zahlen geben Familien und Kommunen einen Richtwert für die Lebensplanung im Südwesten: Neugeborene in Baden-Württemberg haben wieder eine etwas höhere statistische Lebenserwartung. Frauen kommen nach Angaben des Statistischen Landesamts aktuell auf 84,4 Jahre, Männer auf 80,3 Jahre. Gegenüber dem Vorjahr ist das jeweils ein Plus von etwa 0,3 Jahren.

Was die Sterbetafel zeigt

Die Werte stammen aus den Sterbetafelberechnungen für den Zeitraum 2023 bis 2025. Sie beschreiben, wie lange Neugeborene im Schnitt leben würden, wenn die aktuellen Sterblichkeitsverhältnisse unverändert blieben. Seit Anfang der 1970er-Jahre ist die Lebenserwartung deutlich gestiegen: bei Frauen um knapp 10 Jahre, bei Männern um etwa 12 Jahre.

Warum die Menschen älter werden

Als wichtigen Grund nennen die Statistiker die deutlich gesunkene Säuglingssterblichkeit. Hinzu kommen bessere gesundheitliche Vorsorge und Versorgung. Das wirkt sich auch im höheren Alter aus. 75-jährige Männer können derzeit im Schnitt mit fast zwölf weiteren Lebensjahren rechnen. Anfang der 1970er-Jahre waren es etwa sieben Jahre. Bei 75-jährigen Frauen sind es heute knapp 14 weitere Jahre, damals waren es etwa acht Jahre.

Tübingen liegt im Südwesten vorn

Regional gibt es deutliche Unterschiede. Der Landkreis Tübingen weist aktuell sowohl bei Frauen als auch bei Männern die höchste Lebenserwartung in Baden-Württemberg auf. Bei Frauen folgen der Landkreis Breisgau-Hochschwarzwald, der Stadtkreis Heidelberg und der Bodenseekreis. Am niedrigsten ist der Wert bei Frauen in Heilbronn.

Bei Männern liegt nach Tübingen der Bodenseekreis auf Rang zwei, gefolgt vom Landkreis Böblingen. Die geringste Lebenserwartung der Männer wird derzeit in Pforzheim verzeichnet, teilte das Statistische Landesamt in Fellbach mit. dpa/red

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Autor:

Sarah Isele aus Mannheim-Nord

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