Küchenkräuter länger frisch: So halten Topfkräuter länger
- Kräuter brauchen zum Wachsen ausreichend Wasser, Licht und Nährstoffe.
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Kräuter im Topf länger frisch halten. Basilikum, Petersilie oder Thymian aus dem Supermarkt gehen oft nach wenigen Tagen ein. Mit etwas Platz für die Wurzeln, dem richtigen Standort und einer schonenden Ernte bleiben die Pflanzen deutlich länger nutzbar.
Viele Küchenkräuter werden im Handel sehr dicht gepflanzt verkauft. Ohne Pflege sind die Nährstoffe im kleinen Topf schnell aufgebraucht. Die Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen rät deshalb, die Pflanzen nach dem Kauf zuerst umzutopfen und erst danach zu ernten.
Mehr Platz für die Wurzeln verlängert die Lebensdauer
Die Kräuter können entweder in einen größeren Topf oder auf mehrere Töpfe verteilt werden. So bekommen die Wurzeln mehr Raum und die Pflanzen können weiter wachsen.
Wichtig sind zudem Abflusslöcher im Topf. Staunässe vertragen Kräuter wie viele andere Pflanzen schlecht. Überschüssiges Wasser sollte daher immer ablaufen können.
Wasser, Licht und Nährstoffe richtig dosieren
Kräuter brauchen Feuchtigkeit, Licht und Nährstoffe. Entscheidend ist das richtige Maß.
- Gegossen wird am besten erst dann, wenn die obere Erdschicht trocken ist. Die Erde sollte leicht feucht bleiben, aber nicht nass. So lässt sich Wurzelfäule vermeiden.
- Bei zu wenig Licht werden die Blätter oft blass. Zu viel direkte Sonne kann braune oder verwelkte Blätter verursachen. Ein Platz mit indirektem Licht, etwa auf einer Fensterbank oder einem Balkon, gilt meist als geeignet.
- Für Kräuter mit leicht saurem Boden kann getrockneter Kaffeesatz als Dünger dienen. Petersilie, Basilikum oder Minze profitieren davon. Der Kaffeesatz sollte vorher vollständig trocknen, damit sich kein Schimmel bildet. Kalkliebende mediterrane Kräuter wie Bohnenkraut, Salbei oder Lavendel vertragen diesen Dünger dagegen nicht.
Schonender Schnitt fördert neues Wachstum
Zum Ernten empfiehlt sich eine Schere oder ein Messer. Pflanzenteile sollten nicht mit den Fingern abgerissen werden, um Verletzungen der Triebe zu vermeiden.
- Basilikum wächst buschiger, wenn Triebspitzen oberhalb der Blattpaare abgeschnitten werden.
- Bei Petersilie werden zuerst die äußeren Stiele geerntet.
- Beim Thymian eignen sich nur junge, noch nicht verholzte Triebe.
- Minze kann eine Handbreit über der Erde komplett abgeschnitten werden.
- Schnittlauch wird etwa zwei bis drei Zentimeter über dem Boden geschnitten.
- Beim Koriander lassen sich einzelne Blätter ernten oder ganze Triebe bodennah entfernen.
Mit ausreichend Platz, gleichmäßiger Feuchtigkeit und einem gezielten Schnitt bleiben viele Topfkräuter deutlich länger aromatisch und wachsen oft sogar nach. dpa/red
Autor:Sarah Isele aus Mannheim-Nord |