Kreislauf stabil beim Blutspenden: So lässt sich Ohnmacht vorbeugen

Wenn’s wacklig wird: liegen bleiben. Bei Übelkeit oder Schwindel während der Spende: nicht aufstehen, sofort dem Team Bescheid sagen. | Foto: dpa
  • Wenn’s wacklig wird: liegen bleiben. Bei Übelkeit oder Schwindel während der Spende: nicht aufstehen, sofort dem Team Bescheid sagen.
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  • hochgeladen von Cornelia Bauer

Blutspende Kreislaufprobleme vermeiden. Eine kurze Ohnmacht oder starker Schwindel nach einer Blutspende wirkt dramatisch, ist aber meist eine bekannte Kreislaufreaktion. Mit ausreichendem Essen, genug Flüssigkeit und etwas Ruhe vor dem Termin lässt sich das Risiko oft deutlich senken.

Blutspenden läuft in den meisten Fällen unkompliziert ab. Die Entnahme dauert meist nur wenige Minuten. Bei einigen Spendern sackt währenddessen oder kurz danach jedoch der Kreislauf ab. In seltenen Fällen kann es zu kurzer Ohnmacht kommen, manchmal auch mit kurzen Muskelzuckungen.

Häufig steckt dahinter eine sogenannte vasovagale Kreislaufreaktion. Dabei reagiert der Körper kurzfristig mit einer Fehlregulation des Kreislaufs. Das Gehirn wird für einen Moment schlechter durchblutet. Nach Angaben des Universitätsklinikums Aachen treten solche Reaktionen bei rund sieben Prozent aller Blutspenden auf. Meist bleiben die Beschwerden auf Schwindel, Schwäche, Übelkeit, Schwitzen, niedrigen Blutdruck oder einen langsameren Puls beschränkt.

Warum der Kreislauf beim Blutspenden absacken kann

Bei einer vasovagalen Reaktion erweitern sich reflexartig die Blutgefäße. Gleichzeitig kann sich der Herzschlag verlangsamen und der Blutdruck sinkt. Dadurch gelangt kurzfristig weniger Blut ins Gehirn.

Beim Blutspenden können mehrere Auslöser zusammenkommen. Dazu zählen psychische Anspannung, Schmerz oder bereits der Einstich der Nadel.

Nach Angaben der Uniklinik Aachen ist das Risiko für solche Kreislaufreaktionen erhöht bei:

  • jüngeren Menschen
  • Erstspenderinnen und Erstspendern
  • Menschen mit niedrigem Körpergewicht

Auch wenig Schlaf, Stress, Nüchternheit oder zu wenig Flüssigkeit vor dem Termin können den Kreislauf zusätzlich belasten.

Vorbereitung kann Kreislaufprobleme deutlich reduzieren

Eine einfache Vorbereitung hilft, den Kreislauf stabil zu halten. Anders als bei einer normalen Blutabnahme sollte eine Blutspende nicht nüchtern erfolgen.

Der DRK-Blutspendedienst empfiehlt, etwa ein bis zwei Stunden vorher eine eher kohlenhydratreiche und fettarme Mahlzeit zu essen. Zusätzlich werden zwei bis drei Gläser Wasser, Saft oder Tee empfohlen.

Weitere Punkte können ebenfalls helfen:

  • möglichst ohne Zeitdruck zum Termin kommen
  • vor der Spende ausreichend trinken
  • bei bekannter Kreislaufneigung das Spende-Team vorher informieren

Der Blutspendedienst des Deutschen Roten Kreuzes bietet außerdem einen Online-Selbsttest an. Damit lässt sich vorab grob einschätzen, ob eine Blutspende grundsätzlich infrage kommt. Die endgültige Entscheidung über die Spendefähigkeit trifft jedoch immer eine Ärztin oder ein Arzt vor Ort.

Bei Schwindel während der Spende sofort melden

Treten während der Spende Schwindel oder Übelkeit auf, sollte nicht aufgestanden werden. Stattdessen empfiehlt es sich, sofort das medizinische Personal anzusprechen.

Wer bereits einmal bei einer Blutabnahme oder Blutspende ohnmächtig geworden ist, sollte dies vor einer erneuten Spende unbedingt erwähnen. Blutspendedienste können dann besser einschätzen, ob eine Spende sinnvoll ist und welche Vorsichtsmaßnahmen helfen können. Gute Vorbereitung und ein kurzer Hinweis an das Spende-Team reduzieren in vielen Fällen das Risiko für Kreislaufprobleme deutlich. dpa/red

Autor:

Sarah Isele aus Mannheim-Nord

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