Krebs in Rheinland-Pfalz: Johann Lafer über harte Therapie
- Fernsehkoch und Buchautor Johann Lafer. (Archivbild)
- Foto: Helmut Fricke/dpa
- hochgeladen von Cornelia Bauer
Rheinland-Pfalz. Die Folgen einer Chemotherapie können den Alltag massiv verändern – das macht Fernsehkoch Johann Lafer mit ungewöhnlich offenen Worten deutlich. Der in Rheinland-Pfalz lebende 68-Jährige hat erstmals ausführlicher über die Auswirkungen seiner Krebsbehandlung gesprochen.
Im Podcast „Rolling Pin Talks“ sagte Lafer, das Schlimmste sei für ihn nicht die körperliche Verfassung. „Ich habe keinen Geschmack und kann nichts essen und habe offene Finger“, berichtete er. Das sei „verdammt hart“.
Lafer beschreibt gravierende Folgen der Behandlung
Für einen Koch wiege der Verlust von Geschmack und die Schwierigkeit beim Essen besonders schwer. Lafer sagte, selbst andere um Hilfe beim Pürieren von Speisen bitten zu müssen, sei für ihn sehr belastend.
Bereits im Mai hatte Lafer öffentlich gemacht, dass er an Lymphdrüsenkrebs erkrankt ist. Nach seinen damaligen Angaben begann die Chemotherapie Anfang des Jahres. Heilbar sei die Erkrankung nicht, sie könne aber eingedämmt werden.
Schlechtere Tage nach den Therapiezyklen
Lafer schilderte, die Auswirkungen der Chemotherapie seien gravierend. Es gebe bessere und schlechtere Phasen. Nach mehreren Zyklen könne er inzwischen ungefähr einschätzen, wann schwierigere Tage kommen. Dann sage er vieles ab. Zugleich versuche er, eine gewisse Grundpräsenz zu bewahren, um sich nicht zu sehr zurückzuziehen.
Nach eigenen Worten geht es ihm den Umständen entsprechend. Er sei guten Willens und guten Mutes. Mitleid wolle er nicht, sondern so genommen werden, wie er sei.
Öffentlich gemacht hatte Lafer seine Erkrankung auch wegen vieler Spekulationen nach einem Auftritt im ZDF-Fernsehgarten über sein verändertes Aussehen. Das Bekenntnis habe ihn befreit. Vielleicht könne seine Geschichte auch anderen Betroffenen Mut machen. dpa/red
Autor:Cornelia Bauer aus Speyer |
|
| Cornelia Bauer auf Facebook | |