Krankenhausreform in Rheinland-Pfalz: Das ändert sich ab 2027
- Im September will Gesundheitsminister Clemens Hoch (SPD) Weichen für die neue Krankenhauslandschaft stellen.
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Rheinland-Pfalz. Auf Patientinnen und Patienten kommen in Rheinland-Pfalz ab 1. Januar spürbare Veränderungen bei Klinikstandorten und Behandlungsangeboten zu. Gesundheitsminister Clemens Hoch hat in Mainz angekündigt, dass das Land noch im September wichtige Weichen für die Umsetzung der Krankenhausreform stellen will.
Von Oktober an sollen nach und nach die Bescheide zu den Leistungsgruppen der einzelnen Krankenhäuser verschickt werden. Damit wird festgelegt, welche Häuser welche Leistungen künftig anbieten dürfen. Nach den Worten des Ministers bedeutet das für viele Kliniken eine Umstellung. Zugleich müsse die Planung regionale und historische Besonderheiten berücksichtigen, weil jedes Krankenhaus auch einen Träger brauche.
Regiokliniken sollen Alltagsnotfälle absichern
Zur neuen Krankenhauslandschaft sollen auch Standorte gehören, die vor allem Alltagsnotfälle behandeln. Diese Häuser firmieren als Regiokliniken und sollen die Lücke zwischen ambulanter und stationärer Versorgung schließen. Hoch rechnet derzeit mit acht bis zehn solchen Einrichtungen in Rheinland-Pfalz.
- Als mögliche Standorte werden nach Angaben des Ministers unter anderem Kirn und Boppard diskutiert
- In Hermeskeil gibt es ein solches Angebot bereits
- Für Bingen hält Hoch mindestens eine Regioklinik für wichtig, damit die Versorgung bei Alltagsnotfällen vor Ort gesichert bleibt und Wege ins obere Mittelrheintal nicht zu lang werden
Wo Kliniken zusammenrücken sollen
In Städten mit mehreren Krankenhäusern sieht das Land unterschiedlich großen Handlungsbedarf. Für Landau hält Hoch eine Zusammenlegung beider Krankenhäuser für sehr sinnvoll. Dort setzt das Land auf schnelle Gespräche der Träger.
In Speyer, Trier, Mainz und Ludwigshafen seien die Krankenhäuser dagegen so aufgestellt, dass sie bestehen blieben und für die medizinische Versorgung weiterhin notwendig seien.
Übergangsfristen für einzelne Standorte
Nicht überall wird die neue Struktur sofort umgesetzt. Nach Angaben von Hoch gibt es Standorte, an denen das Land zwar bereits eine sinnvolle Konzentration im Blick hat, die Träger aber noch mehr Zeit brauchen. Einige Krankenhäuser sollen deshalb Leistungsgruppen erhalten, obwohl schon jetzt klar sei, dass diese nur für die nächsten drei bis fünf Jahre gelten können.
Für Koblenz erwartet das Ministerium voraussichtlich die längsten Übergangsregelungen. Dort spielt auch das Bundeswehrzentralkrankenhaus mit eigenen Planungen eine Rolle. dpa/red
Autor:Cornelia Bauer aus Speyer |
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