Kirschlorbeer ersetzen: 7 heimische Hecken-Alternativen im Überblick
- Kirschlorbeer durch heimische Hecken-Alternativen ersetzen.
- Foto: Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland e.V. (BUND), Foto: László Majercsik | Pixabay
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Kirschlorbeer ersetzen. Wer eine dichte Hecke als Sichtschutz will, findet ökologische Alternativen, die weniger Risiken für Natur und Garten mitbringen als Kirschlorbeer.
Kirschlorbeer (Prunus laurocerasus) ist in vielen Gärten beliebt, weil er immergrün ist und schnell wächst. Nach Einschätzung des Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) bringt die Art aber ökologische Nachteile mit sich und steht in Deutschland auf der nationalen Liste der potenziell invasiven Pflanzen. In der Schweiz ist der Verkauf laut BUND bereits verboten.
Dazu kommt ein praktischer Punkt für den Alltag im Garten. Alle Pflanzenteile enthalten giftige cyanogene Glykoside. Laut BUND können besonders die Beeren für Kinder und Haustiere riskant sein. Auch beim Schneiden können reizende Stoffe freiwerden. Außerdem verrottet Schnittgut schlecht und gehört wegen der enthaltenen Blausäure nicht auf den Kompost, sondern in der Regel in die kommunale Entsorgung, zum Beispiel über Wertstoffhöfe.
Warum Kirschlorbeer ökologisch wenig bringt
Der BUND ordnet den Nutzen für die heimische Tierwelt als gering ein. Die Blüten bieten demnach wenig Nektar und Pollen für Wildbienen oder Schmetterlinge. Die Blätter sind für viele Raupen oft giftig oder ungenießbar. Gleichzeitig gilt Kirschlorbeer als konkurrenzstark. Wenn sich Pflanzen aus Gartenabfällen oder aus Samen ausbreiten, können sie laut BUND insbesondere in Wäldern heimische Sträucher und Krautpflanzen verdrängen.
Sieben Alternativen zum Kirschlorbeer für Hecke und Sichtschutz
Für eine Hecke mit mehr ökologischem Nutzen empfiehlt der BUND heimische Gehölze, Wildstauden und Pflanzen, die Insekten und anderen Tieren Nahrung und Lebensraum bieten. Im Überblick nennt der BUND sieben Alternativen zum Kirschlorbeer:
- Liguster (Ligustrum vulgare): Halbimmergrün (Abwurf der Blätter je nach Wintertemperaturen), mit Blüten für Insekten und Beeren für Vögel. Robuste, vielseitige Heckenpflanze.
- Hainbuche (Carpinus betulus): Als dichte, schnittverträgliche Heckenpflanze ideal für Sichtschutz. Bietet Lebensraum für viele Vogel- und Insektenarten.
- Berberitze (Berberis vulgaris): Anspruchsloser, dornenbewährter, heimischer Strauch mit schönem Herbstlaub. Bietet Schutz und Nistplatz für Vögel und Lebensraum für zahlreiche Insekten.
- Weißdorn (Crataegus monogyna): Pflegeleichter, dornenbewährter Strauch, gute Bienenweide. Nektar- und Pollenlieferant und Raupenfutter für zahlreiche Schmetterlingsarten. Perfekt für Vögel.
- Feldahorn (Acer campestre): Gut schnittverträglich. Bietet Nahrung für Insekten und Deckung für Kleintiere.
- Roter Hartriegel (Cornus sanguinea): Mit schönen roten Zweigen, weißen Blüten und dunklen Beeren ein echter Hingucker und ökologisch wertvoll.
- Schlehe (Prunus spinosa): Frühblüher für Bienen, dornig und daher ein guter Schutz für Vögel. Trägt später Früchte für Wildtiere.
Welche Art im Einzelfall passt, hängt vor allem von Standort und gewünschter Wuchshöhe ab. Praktisch ist vor allem die Konsequenz, dass mit heimischen Heckenpflanzen oft mehr Insekten und Vögel profitieren, während typische Entsorgungsprobleme von Kirschlorbeer-Schnittgut vermieden werden.
Dieser Text wurde mit maschineller Unterstützung erstellt und redaktionell geprüft.
Autor:Laura Lüttmann aus Neustadt/Weinstraße |
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