Kirschjoghurt kaufen: Gute Testsieger schon ab 19 Cent
- Ein Sommerklassiker im Check: Die Testergebnisse zeigen, dass viele Kirschjoghurts beim Fruchtanteil nicht überzeugen können.
- Foto: Zacharie Scheurer/dpa-mag
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Kirschjoghurt kaufen. Wer beim Einkauf auf Geschmack und Preis achtet, findet laut Stiftung Warentest mehrere gute Produkte. Im Test schneiden 14 von 20 Kirschjoghurts, Kirschsahnejoghurts und Joghurts griechischer Art mit Kirschen mit der Note „Gut“ ab.
Auffällig ist vor allem der Unterschied zwischen Werbeversprechen und Inhalt. Auf vielen Bechern sind tiefrote Kirschen zu sehen und Formulierungen wie "Fruchtig-rotes Sommervergnügen" oder "Fruchtgenuss für alle Sinne". In den Zutatenlisten liegt der Fruchtanteil im Schnitt aber nur bei rund 10 Prozent. Einige Produkte kommen nur auf den Mindestgehalt für Fruchtjoghurt von 6 Prozent.
Für den Alltag heißt das. Ein höherer Preis steht nicht automatisch für mehr Qualität. Der Preis-Leistungs-Sieger im Test ist Milsani Alpighurt von Aldi mit 0,19 Euro pro 100 Gramm. Er kostet nicht einmal ein Drittel des teuersten Produkts im Vergleich.
Diese Kirschjoghurts schneiden im Test besonders gut ab
Die Stiftung Warentest hat für die Ausgabe 8/26 insgesamt 20 Produkte prüfen und verkosten lassen. Bewertet wurden Kirschjoghurt, Kirschsahnejoghurt und Joghurt griechischer Art mit Kirschen.
- Beste Gesamtnote bei den Sahnejoghurts erreicht Milbona von Lidl mit 0,26 Euro pro 100 Gramm.
- Bei Kirschjoghurts ohne Sahne liegt Müller mit der Ecke mit 0,59 Euro pro 100 Gramm knapp vorn.
- Bei Joghurts griechischer Art mit Kirschen schneidet Lyttos von Aldi mit 0,27 Euro pro 100 Gramm am besten ab.
Fünf Produkte erhalten im Test ein „Befriedigend“. Ein Produkt kommt nur auf „Ausreichend“.
Fruchtanteil bleibt oft niedrig, Aroma und Farbe helfen nach
Wer viel Frucht im Becher erwartet, bekommt diese nicht immer. Laut Warentest ist der Fruchtgehalt analytisch nicht bestimmbar und wurde deshalb nicht bewertet. Viele Hersteller helfen bei Geschmack und Aussehen mit Aromastoffen und färbenden Pflanzenkonzentraten nach, etwa aus Holunder, Trauben oder Roter Bete.
Dass es auch anders geht, zeigt laut Test der Feinjoghurt Kirsche von Mövenpick. Das Produkt enthält 16 Prozent Kirschen und kommt ohne zusätzliche Aromatisierung und Farbe aus.
Pestizidrückstände wurden gefunden, aber unter dem Grenzwert
Im Labor wurden in allen konventionell erzeugten Kirschjoghurts Rückstände von Pflanzenschutzmitteln nachgewiesen, vor allem Captan. Der Wirkstoff soll Pilzkrankheiten vorbeugen. Nach Angaben der Stiftung Warentest lagen die Werte unter dem gesetzlichen Höchstgehalt. Captan soll laut Stiftung Warentest im Verdacht stehen krebserregend zu sein.
Ohne nachweisbare Pestizidrückstände schneiden im Test alle drei Bio-Kirschjoghurts ab. Dazu kommt ein weiterer Punkt, der fast alle Produkte betrifft. Der Zuckergehalt liegt zwischen 9,3 und 13,3 Prozent.
Auch bei der Kennzeichnung gab es Kritik, etwa wenn auf der Verpackung von „Fruchtzubereitung aus Deutschland“ die Rede ist, die Kirschen aber aus Polen stammen. Unterm Strich zeigt der Test. Gute Kirschjoghurts gibt es auch günstig, bei Fruchtanteil, Zucker und Zutatenliste lohnt aber ein genauer Blick. dpa/red
Autor:Sarah Isele aus Mannheim-Nord |