Keine unangekündigten Tests in Rheinland-Pfalz vorerst
- Die neue Bildungsministerin will keine Schnellschüsse bei Veränderungen in der Schule.
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Mainz. Schülerinnen und Schüler müssen sich in Rheinland-Pfalz auch im kommenden Schuljahr zunächst nicht auf unangekündigte Tests oder spontane Hausaufgabenkontrollen einstellen. Das kündigte Bildungsministerin Ute Eiling Hütig von der CDU in Mainz an. Gleichzeitig will das Land wegen der zunehmenden Nutzung von Künstlicher Intelligenz grundsätzlich über neue Formen der Leistungsbewertung sprechen.
Nach Ansicht der Ministerin stellt sich für Lehrkräfte immer häufiger eine zentrale Frage. „Wie kann eine Lehrkraft tatsächlich noch erkennen, was für ein Wissensstand in den Köpfen der Schülerinnen und Schüler existiert.“ Gerade kurze mündliche Abfragen oder sogenannte Stegreifaufgaben könnten dabei eine wichtige Rolle spielen.
Diskussion über neue Prüfungskultur
Die Ministerin betonte jedoch, dass es keine schnellen Entscheidungen geben soll. Eine mögliche Rückkehr unangekündigter Leistungsüberprüfungen werde sorgfältig geprüft. „So ganz aus der Welt ist das selbstverständlich nicht.“
Hintergrund ist die rasante Entwicklung von KI Programmen. Sie können Hausaufgaben oder Texte erstellen. Dadurch wird es für Lehrkräfte schwieriger zu erkennen, welche Leistungen tatsächlich von Schülerinnen und Schülern selbst stammen. Für den Unterricht sei es jedoch wichtig zu wissen, wo echte Wissenslücken bestehen.
Regelung gilt seit dem Schuljahr 2025/2026
Aktuell gilt in Rheinland Pfalz eine klare Vorgabe. Überprüfungen von Hausaufgaben müssen angekündigt werden. Das betrifft sowohl schriftliche als auch mündliche Kontrollen. Spontane Tests sind damit derzeit nicht erlaubt.
Die Regelung war vom damaligen Bildungsminister Sven Teuber von der SPD eingeführt worden. Er begründete den Schritt damit, dass moderne Schule stärker auf Förderung und Vorbereitung setzen solle statt auf Druck durch überraschende Kontrollen.
Die Entscheidung löste damals eine kontroverse Debatte aus. Neben politischen Parteien diskutierten auch Bildungsverbände über Vor und Nachteile. Die CDU hatte im Landtagswahlkampf angekündigt, die Regelung prüfen und möglicherweise wieder ändern zu wollen. dpa/red
Autor:Cornelia Bauer aus Speyer |
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