Kartoffelschalen entsorgen: Warum Chips im Airfryer ungeeignet sind

Chips aus Kartoffelschalen schmecken sehr lecker. Doch im Labor zeigen sich sehr hohe Acrylamidwerte. | Foto: Christin Klose/dpa-mag
  • Chips aus Kartoffelschalen schmecken sehr lecker. Doch im Labor zeigen sich sehr hohe Acrylamidwerte.
  • Foto: Christin Klose/dpa-mag
  • hochgeladen von Cornelia Bauer

Kartoffelschalen-Chips. Kartoffelschalen aus dem Airfryer oder Backofen sind wegen sehr hoher Acrylamidgehalte keine geeignete Knabberidee. Wer nach dem Schälen von Kartoffeln Reste verwerten möchte, kann die Schalen laut Lebensmittelüberwachung besser in Biotonne oder Kompost geben.

Die Untersuchungsämter für Lebensmittelüberwachung und Tiergesundheit Baden-Württemberg haben Kartoffelschalen nach Internetrezepten mit Öl, Salz und Paprikapulver zubereitet. Die Chips wurden knusprig und schmeckten den Testern, die Laborwerte fielen jedoch deutlich höher aus als bei handelsüblichen Kartoffelchips.

Im Airfryer lag der Wert über dem 20-Fachen des Richtwerts

Acrylamid kann entstehen, wenn stärkehaltige pflanzliche Lebensmittel bei hohen Temperaturen und wenig Feuchtigkeit erhitzt werden. Kartoffelschalen enthalten neben Ballaststoffen auch Stärke und die Aminosäure Asparagin. Der Stoff wird als wahrscheinlich krebserregend für Menschen eingestuft, deshalb sollen die Gehalte in Lebensmitteln möglichst niedrig sein.

Für Kartoffelchips gilt in Europa ein Richtwert von 750 Mikrogramm Acrylamid pro Kilogramm. Die selbst gemachten Schalen-Chips aus dem Airfryer lagen laut UA-BW bei mehr als dem 20-Fachen, also über 15.000 Mikrogramm pro Kilogramm. Bei der Zubereitung im Backofen wurde mehr als das Zehnfache des Richtwerts gemessen.

Handelschips schneiden beim Acrylamid deutlich besser ab

Handelsübliche Kartoffelchips enthalten nach Angaben der UA-BW inzwischen im Durchschnitt rund 200 Mikrogramm Acrylamid pro Kilogramm. Hersteller senken die Werte unter anderem durch geeignete Kartoffelsorten sowie eine abgestimmte Lagerung, Verarbeitung und Temperaturführung.

Für die Verwertung von Kartoffelschalen bleibt damit Kompost oder Biotonne die sinnvollere Einordnung. Dort können die Reste zu Kompost oder Biogas werden, statt als Chips unnötig hohe Acrylamidwerte auf den Teller zu bringen. [dpa/red]

Autor:

dpa content aus Ludwigshafen

Sie möchten diesem Profil folgen?

Verpassen Sie nicht die neuesten Inhalte von diesem Profil: Melden Sie sich an, um neuen Inhalten von Profilen und Orten in Ihrem persönlichen Feed zu folgen.

Folgen Sie diesem Profil als Erste/r
Kommentare sind deaktiviert.

Video einbetten

Es können nur einzelne Videos der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Playlists, Streams oder Übersichtsseiten.

Abbrechen

Karte einbetten

Abbrechen

Social-Media Link einfügen

Es können nur einzelne Beiträge der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Übersichtsseiten.

Abbrechen

Code einbetten

Funktionalität des eingebetteten Codes ohne Gewähr. Bitte Einbettungen für Video, Social, Link und Maps mit dem vom System vorgesehenen Einbettungsfuntkionen vornehmen.
Abbrechen

Beitrag oder Bildergalerie einbetten

Abbrechen

Schnappschuss einbetten

Abbrechen

Sie möchten selbst beitragen?

Melden Sie sich jetzt kostenlos an, um selbst mit eigenen Inhalten beizutragen.