Kaiserschnitt auf Rekordniveau: Jede dritte Geburt im Südwesten operativ

Die regionalen Unterschiede bei der Kaiserschnittrate sind hoch. (Symbolbild) | Foto: Daniel Karmann/dpa
  • Die regionalen Unterschiede bei der Kaiserschnittrate sind hoch. (Symbolbild)
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Baden-Württemberg. Immer mehr Babys werden per Kaiserschnitt geboren. Auch im Südwesten steigt die Quote wieder an. In Baden-Württemberg lag der Anteil 2024 laut Statistischem Bundesamt bei 32,1 Prozent.

Damit wurde zuletzt so häufig ein Kaiserschnitt durchgeführt wie seit 2010 nicht mehr. Dennoch liegt das Land leicht unter dem bundesweiten Durchschnitt. Deutschlandweit wurden 2024 rund 33,0 Prozent aller Kinder per Kaiserschnitt entbunden. Das ist der höchste Wert seit der Wiedervereinigung.

Der Blick in die Statistik zeigt einen langfristigen Trend. 1991 lag der Anteil der Kaiserschnittgeburten im Südwesten noch bei 14,6 Prozent. Bis 2010 stieg die Quote auf mehr als ein Drittel und lag damals sogar über dem Bundesdurchschnitt. Danach ging der Anteil zunächst zurück und sank bis 2019.

Große Unterschiede zwischen den Bundesländern

Innerhalb Deutschlands gibt es deutliche regionale Unterschiede. Besonders häufig erfolgt eine Geburt per Kaiserschnitt in Hamburg. Dort lag der Anteil zuletzt bei 36,4 Prozent. Am niedrigsten war er in Sachsen mit 27,4 Prozent.

Eindeutige Ursachen für den erneuten Anstieg gibt es laut Statistik nicht. Daten der Techniker Krankenkasse aus dem Jahr 2022 deuten jedoch darauf hin, dass seit der Corona Pandemie mehr Frauen eine planbare Geburt wünschen. Unsicherheit während der Schwangerschaft gilt als möglicher Faktor.

Andere Methoden deutlich seltener

Neben dem Kaiserschnitt kommen andere medizinische Hilfen bei Geburten deutlich seltener zum Einsatz. Bundesweit wurden 2024 verwendet:

  • Saugglocke bei knapp sieben Prozent der Geburten
  • Geburtszange bei rund 0,2 Prozent

Die Mehrheit der Frauen bringt ihr Kind weiterhin ohne Operation zur Welt. Rund 60 Prozent entbanden 2024 im Krankenhaus auf natürlichem Weg.

Unterstützt werden sie dabei von Hebammen und Entbindungspflegern. Rund 12.900 arbeiteten zuletzt in deutschen Kliniken. Etwa 89 Prozent von ihnen sind fest angestellt. Anlass der Veröffentlichung ist der Internationale Hebammentag am Dienstag, 5. Mai. dpa/red

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Cornelia Bauer aus Speyer

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