Joghurtbecher, Akku, Marmeladenglas: Das sind die häufigsten Müllsünden

Richtige Mülltrennung und typische Fehlwürfe bei Gelber Tonne, Altglas und Restmüll. | Foto: ronstik/stock.adobe.com
  • Richtige Mülltrennung und typische Fehlwürfe bei Gelber Tonne, Altglas und Restmüll.
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Müll richtig trennen. Wer Verpackungen restentleert und in die richtige Tonne wirft, erhöht die Chance, dass aus Abfall wieder Rohstoff wird, und vermeidet typische Fehlwürfe im Alltag.

Zum Weltrecyclingtag am 18. März erinnert die Initiative "Mülltrennung wirkt" daran, wie stark falsche Einwürfe das Sortieren und Recycling ausbremsen können. In Deutschland landen laut der Initiative weiterhin rund 30 Prozent Fehlwürfe in Gelben Tonnen und Gelben Säcken.

Eine repräsentative YouGov-Umfrage im Auftrag der Initiative zeigt typische Alltagsfehler: 39 Prozent warfen schon Verpackungen mit Essensresten in die Gelbe Tonne oder den Gelben Sack. 14 Prozent entsorgten dort Papier, Pappe oder Karton. Jeweils 7 Prozent gaben Glasverpackungen oder Batterien und Akkus hinein.

Die häufigsten Müllsünden und eine einfache Sortierlogik

Essensreste sind ein Kernproblem, weil verschmutzte Verpackungen andere Wertstoffe verunreinigen können. Das erschwert die Sortierung und kann dazu führen, dass Material nicht mehr recycelt, sondern aussortiert wird. Für den Alltag hilft eine einfache Logik: Verpackungen getrennt sammeln, leer machen und nach Material zuordnen.

  • Joghurtbecher und Deckel: Kunststoffbecher und Aluminiumdeckel voneinander trennen und in die Gelbe Tonne oder den Gelben Sack geben. Die Papierbanderole gehört ins Altpapier. Im Restmüll wird der Becher in der Regel verbrannt und steht fürs Recycling nicht mehr zur Verfügung.
  • Verpackungen mit Resten: In die Gelbe Tonne oder den Gelben Sack gehören Verpackungen „restentleert“, also ohne Produkt- oder Essensreste. Ausspülen ist laut Initiative nicht nötig, weil die Materialien im Recyclingprozess gereinigt werden.
  • Küchenpapier, Taschentücher, Hygienepapier: Das gehört in den Restmüll, nicht ins Altpapier und nicht in die Gelbe Tonne.
  • Glasverpackungen: Marmeladenglas, Parfumflakon oder Essigflasche lassen sich oft recyceln, wenn sie leer in den Altglascontainer kommen. Üblich ist die Sortierung nach Weiß, Braun und Grün. Blaues oder andersfarbiges Glas gehört in den Grünglascontainer. Deckel können mit eingeworfen werden.
  • Getränkekartons: Milch- und Saftkartons sind Verbundverpackungen und gehören in die Gelbe Tonne oder den Gelben Sack, nicht ins Altpapier.
  • Batterien und Akkus: Sie gehören in Sammelboxen im Handel oder zum Wertstoffhof. Im Restmüll, in der Gelben Tonne oder im Gelben Sack können sie Brände in Tonnen, Fahrzeugen oder Sortieranlagen auslösen.
  • Transparente Säcke oder lose Sammlung: Für die Abholung und Sichtkontrolle kann es helfen, Verpackungen in transparenten Säcken oder lose in der Gelben Tonne zu entsorgen. So können Müllwerkerinnen und Müllwerker Fehlwürfe eher erkennen und darauf hinweisen.

Warum sich Genauigkeit lohnt, auch ohne Perfektion

Dass saubere Trennung messbar Wirkung hat, zeigen die von der Initiative zitierten Recyclingzahlen: 70,8 Prozent der bei den dualen Systemen gemeldeten Kunststoffverpackungen wurden 2024 werkstofflich verwertet. Eine Studie des Öko-Instituts ordnet den Nutzen ein. Durch Verpackungsrecycling entstehen in Deutschland rund vier Millionen Tonnen Sekundärrohstoffe pro Jahr. Zusätzlich spart die Verwertung von Verpackungen aus Gelber Tonne und Gelbem Sack sowie aus Glas und aus Papier, Pappe und Karton jährlich 1,95 Millionen Tonnen CO2-Äquivalente ein.

Praktisch bedeutet das: Je weniger Essensreste, Hygieneartikel, Glas oder Batterien in Gelber Tonne und Gelbem Sack landen, desto besser funktionieren Sortierung und Recycling im Alltag.

Dieser Text wurde mit maschineller Unterstützung erstellt und redaktionell geprüft.

Autor:

Laura Lüttmann aus Neustadt/Weinstraße

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