Intelligenter Blumentopf: Schädlinge im Gewächshaus früher erkennen
- Ein KI-gestützter Sensortopf soll Schädlinge im Gewächshaus früh erkennen und Messwerte zu Temperatur und Feuchtigkeit automatisch ans Smartphone senden. (Symbolbild)
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intelligenter Blumentopf Schädlingsbekämpfung. Ein intelligenter Sensortopf kann im Gewächshaus Schädlingsbefall sowie Temperatur und Feuchtigkeit automatisch erfassen und die Informationen aufs Smartphone schicken, damit Probleme früher auffallen.
Wer Pflanzen im Gewächshaus betreut, kennt das Problem, dass Schädlinge oft erst sichtbar werden, wenn der Befall schon größer ist. Ein mobiles Monitoring-System wie „Smart-Checkpots“ soll helfen, indem es Daten kontinuierlich sammelt und in einem webbasierten Programm bündelt.
Das Konzept stammt aus einem geförderten Projekt: Die Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung (BLE) begleitet nach eigenen Angaben Vorhaben dieser Art im Innovationsprogramm des Bundesministeriums für Landwirtschaft, Ernährung und Heimat.
So funktionieren „Smart-Checkpots“ im Alltag eines Gewächshauses
Die Töpfe sind als kompakte Einheiten gedacht, die sich im Bestand verteilen und bei Bedarf umstellen lassen. Das ist praktisch, wenn Pflanzen im Verlauf der Kultur verschiedene Standorte im Gewächshaus bekommen und sich dadurch Mikroklima und Schädlingsdruck ändern.
Zur Ausstattung gehören laut Projektbeschreibung unter anderem:
- Farbklebetafeln zum Fang und zur Sichtbarmachung von Insekten.
- Klimasensorik für Feuchtigkeit und Temperatur.
- Technik zum Senden der Messwerte an eine Webanwendung.
- Digitale Bildauswertung, die Schädlinge mithilfe von KI bestimmen kann.
Was die bisherigen Tests zeigen und was das für die Einordnung bedeutet
In Praxisversuchen wurden mehrere Prototypen als „Schwarm“ in Gewächshausanlagen verteilt. Dabei erkannte das System nach Angaben aus dem Projekt etwa 80 Prozent der Insekten innerhalb der jeweiligen Insektenklassen. Außerdem erwies sich die Fangquote über die Klebetafeln als geeignet, um ein frühzeitiges Monitoring zu unterstützen.
Aktuell kann der Sensortopf vier Schaderregergruppen identifizieren. Weitere Schädlinge sollen mit späteren Ausbaustufen dazukommen. Auch die Arbeit bei Nacht ist eingeplant, um Fehler durch ungünstige Sonneneinstrahlung bei der Bilderkennung zu reduzieren.
Wo es weitere Details gibt
Ausführliche Projektinformationen sind in der Projektträgerdatenbank der BLE zu finden: Projektübersicht „Smart-Checkpots“.
Unterm Strich deutet der Prototyp darauf hin, dass KI-gestütztes Monitoring im Gewächshaus den Blick auf Schädlinge und Klima automatisieren kann, die endgültige Praxistauglichkeit hängt aber von den noch ausstehenden Betriebstests ab.
Autor:Thorsten Kornmann aus Karlsruhe |