Hunde bei Hitze schützen: So kommen Tiere gut durch heiße Tage
- Hohe Temperaturen können Hunde stark belasten und im schlimmsten Fall zu einem Hitzschlag führen.
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Hunde bei Hitze schützen. Schon ab etwa 20 Grad Celsius kann Hitze für Hunde belastend werden. Wer Spaziergänge, Autofahrten und Aktivitäten an warme Temperaturen anpasst, senkt das Risiko für Kreislaufprobleme oder einen Hitzschlag deutlich.
Besonders gefährlich wird es im Auto. Selbst bei bedecktem Himmel oder am frühen Morgen kann sich der Innenraum innerhalb weniger Minuten stark aufheizen. Hunde sollten deshalb niemals unbeaufsichtigt im Fahrzeug bleiben.
Stand das Auto zuvor in der Sonne, kann es sinnvoll sein, vor der Weiterfahrt einige Minuten mit offenen Türen zu lüften. So entweicht ein Teil der angestauten Hitze aus dem Innenraum.
Belastung bei warmem Wetter deutlich reduzieren
Auch Aktivitäten sollten an die Temperaturen angepasst werden. «Schon ab etwa 20 Grad ist Vorsicht geboten. Keine Frage also, dass Hunde bei 30 bis 40 Grad nicht zum Joggen, auf lange Wanderungen oder zum Fahrradfahren mitgenommen werden dürfen», sagt Ursula von Einem, Sprecherin des Bundesverbandes Praktizierender Tierärzte.
Bei großer Hitze sind kürzere Spaziergänge in den kühleren Morgen- oder Abendstunden oft schonender. Schattenplätze und ausreichend Wasser helfen zusätzlich, den Kreislauf zu entlasten.
Typische Anzeichen für einen Hitzschlag
Ein Hitzschlag kann sich durch mehrere Symptome bemerkbar machen. Dazu zählen laut Tierärztin unter anderem:
- Lethargie und Schwäche
- schnelle Herzfrequenz
- starkes Speicheln
- Erbrechen oder Appetitlosigkeit
- Zittern oder Gangstörungen
Auch Schwanken, Tapsigkeit oder Bewusstlosigkeit können auftreten. In solchen Fällen sollte der Hund möglichst schnell aus der Hitze gebracht werden.
Als erste Hilfe kann ein kühler Raum helfen. Fliesenböden wirken oft angenehm kühl. Feuchte Handtücher unter oder auf dem Tier können zusätzlich durch Verdunstung etwas Abkühlung bringen.
"Wichtig ist: Gehen Sie in einem solchen Fall unbedingt zum Tierarzt. Ein Hitzschlag kann lebensbedrohlich sein und muss unbedingt mit Infusionen und gegebenenfalls anderen Maßnahmen behandelt werden."
Auch Sonne und Insekten können Probleme verursachen
Nicht nur Hitze selbst kann für Hunde zum Problem werden. Tiere mit hellem Fell können auch Sonnenbrand bekommen, etwa an der Schnauze oder an wenig behaarten Stellen. Ein schattiger Platz und Rückzugsmöglichkeiten im Haus können vorbeugen.
Rötungen lassen sich vorsichtig mit einer Wund- und Heilsalbe pflegen. Bei geschwollenen Insektenstichen kann Kühlung mit nassen Tüchern helfen. Auch eine geeignete Salbe aus der Hausapotheke kann verwendet werden.
Mit angepasster Bewegung, Schatten und ausreichend Abkühlung kommen viele Hunde auch durch heiße Sommertage deutlich besser. dpa/red
Autor:Sarah Isele aus Mannheim-Nord |