Hohe Waldbrandgefahr in Baden-Württemberg: Das gilt jetzt im Wald

Es ist trocken und heiß, da ist ein Waldbrand nicht unwahrscheinlich. (Archivbild) | Foto: Waldemar Gress/Einsatz-Report24/dpa
  • Es ist trocken und heiß, da ist ein Waldbrand nicht unwahrscheinlich. (Archivbild)
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Stuttgart. Spaziergänge und Ausflüge in den Wald bleiben möglich. Wegen trockener Böden und fehlendem Regen steigt in Baden-Württemberg am Wochenende die Waldbrandgefahr deutlich. Der Deutsche Wetterdienst erwartet für Samstag, 27. Juni, und Sonntag, 28. Juni, in fast allen Regionen eine hohe Gefahr. Lokal gilt sogar die höchste Warnstufe.

Besonders betroffen sind laut DWD unter anderem Bad Mergentheim und Niederstetten, Freudenberg, der Raum Stuttgart Flughafen sowie Freiburg. Wie hoch das Risiko ist, hängt von mehreren Faktoren ab. Dazu zählen Temperatur, Niederschläge der vergangenen Wochen und auch die Waldstruktur. Fichtenwälder trocknen schneller aus. Mischwälder gelten als weniger anfällig.

Wie angespannt ist die Lage derzeit

Nach Einschätzung des baden-württembergischen Forstministeriums liegt die Gefahr aktuell über dem Niveau der vergangenen Jahre. Außergewöhnlich ist die Situation aber nicht. Nach Angaben eines Sprechers bewegt sich die Lage weiterhin im Rahmen eines typischen Sommers.

Welche Regeln jetzt im Wald gelten

Besondere Vorsicht ist trotzdem wichtig. Viele Brände entstehen durch menschliches Verhalten. Schon kleine Hitzequellen können trockenes Material entzünden.

  • Im Wald gilt im Sommer grundsätzlich ein Rauchverbot.
  • Grillen ist nur an ausgewiesenen Grillplätzen erlaubt.
  • In einigen Städten und Landkreisen ist selbst dort Grillen derzeit untersagt. Dazu gehören unter anderem Stuttgart, Heidenheim, Offenburg, Freiburg und der Enzkreis.
  • Autos sollten nicht auf trockenem Gras abgestellt werden. Ein heißer Katalysator kann einen Brand auslösen.

Forstministerin Marion Gentges erklärte, dass auch ein Einweggrill oder ein abgestelltes Fahrzeug mit heißem Katalysator ausreichen kann, um einen Waldbrand zu entfachen.

Was bei Rauch oder Feuer zu tun ist

Wer Rauch oder Flammen bemerkt, sollte sofort den Notruf 112 wählen. Wenn es gefahrlos möglich ist, hilft es, in der Nähe zu bleiben und Einsatzkräfte einzuweisen. Wichtig sind Hinweise auf markante Punkte wie Wege, Schilder oder andere Orientierungspunkte.

Die Feuerwehren im Land gelten nach Angaben des Landesfeuerwehrverbandes als gut vorbereitet. Waldbrände sind jedoch oft schwer zu bekämpfen. Sie entstehen häufig in steilem oder abgelegenem Gelände und die Wasserversorgung ist nicht immer einfach sicherzustellen.

Wann sich die Lage wieder entspannen könnte

Der Deutsche Wetterdienst erwartet in der kommenden Woche Regen und Gewitter in vielen Teilen Baden-Württembergs. Gleichzeitig könnten die Temperaturen um bis zu zehn Grad sinken. Dann dürfte auch die Waldbrandgefahr wieder zurückgehen. Bei anhaltendem Regen kann der Waldbrandindex lokal sogar wieder auf die niedrigste Stufe sinken. dpa/red

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Cornelia Bauer aus Speyer

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