Hörgeräte richtig reinigen: Spritzwasserschutz reicht oft nicht
- Beim Sport, unterwegs oder im Bad sammelt sich schnell Schweiß und Feuchtigkeit an. Mit trockener Reinigung und der richtigen Aufbewahrung bleiben Hörgeräte länger funktionsfähig.
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Hörgeräte richtig reinigen. Mit trockener Reinigung, Schutz vor Feuchtigkeit und ohne Temperaturschocks halten Geräte wie Handy, kabellose Kopfhörer, Smartwatch und Hörsysteme im Alltag meist länger durch und funktionieren zuverlässiger.
Ob in der Jackentasche, beim Sport oder zu Hause. Viele Geräte sind fast rund um die Uhr im Einsatz und sammeln dabei Schweiß, Staub und Schmutz. Besonders sensibel reagieren winzige Öffnungen wie Mikrofoneingänge, die nur wenige Zehntelmillimeter groß sind. Das betont Eberhard Schmidt, Präsident der Bundesinnung der Hörakustiker, der als Hörakustiker-Meister regelmäßig mit empfindlicher Technik arbeitet.
Für die Praxis gilt eine einfache Einordnung. Nicht jedes Gerät braucht täglich eine Funktionsreinigung, aber alles profitiert von schonender Pflege ohne Flüssigkeit und ohne aggressive Mittel.
Sauber halten, ohne die Elektronik zu riskieren
Bei Smartphones steht oft die Optik im Vordergrund. Bei Kopfhörern und Hörsystemen kann Schmutz dagegen auch die Leistung beeinträchtigen, weil Öffnungen verstopfen können. Empfohlen wird daher eine regelmäßige Trockenreinigung.
- Reinigung mit sauberen Händen und einem weichen, trockenen, fusselfreien Tuch.
- Kein Wasser verwenden.
- Keine haushaltsüblichen Reinigungs- oder Lösungsmittel nutzen, da diese Elektronik schädigen können.
Wasserfest ist nicht gleich wasserdicht
Ein wasserdichtes Smartphone kann kurz untertauchen. Eine wasserdichte Smartwatch ist oft fürs Schwimmen geeignet, einzelne Modelle sogar fürs Tauchen bis zu einer bestimmten Tiefe. Kabellose Kopfhörer und viele Hörgeräte sind dagegen häufig nur wasserabweisend oder spritzwassergeschützt und damit deutlich empfindlicher bei Feuchtigkeit.
Schmidt rät, Hörsysteme vor dem Duschen oder Baden abzunehmen. Wenn Geräte nass geworden sind, hilft schonendes Trocknen statt Hitze.
- Mit einem trockenen, weichen Tuch abtrocknen.
- Bei Bedarf spezielle Trockengeräte nutzen, um angesammelte Feuchtigkeit zu entfernen.
- Nicht auf die Heizung legen.
- Nicht trockenföhnen.
- Nicht im Bad lagern, da dort häufig dauerhaft höhere Luftfeuchtigkeit herrscht.
Hitze und Kälte vermeiden, Temperaturschocks reduzieren
Extreme Temperaturen setzen Technik oft zu. Das gilt laut Schmidt fürs Smartphone genauso wie fürs Hörsystem. Direkte Sonne, Eiseskälte und schnelle Wechsel sollten möglichst vermieden werden. Auch unterwegs lohnt ein Blick darauf, dass Geräte nicht unbeabsichtigt in Wasser oder Schnee geraten.
Für Hörsysteme wird eine trockene, sichere Aufbewahrung empfohlen, wenn sie nicht genutzt werden. Hochwertige kabellose Kopfhörer werden oft in einem Case transportiert, das zusätzlich schützt und automatisch lädt. Smartwatches gelten im Alltag häufig als am robustesten, trotzdem sind die Temperaturgrenzen je nach Modell unterschiedlich.
Wer zusätzliche praktische Hilfe sucht, kann sich laut Bundesinnung der Hörakustiker an wohnortnahe Fachbetriebe wenden, etwa über hoerakustiker-suche.de. Die Bundesinnung verweist außerdem auf den kostenlosen Flyer „Hörsysteme richtig tragen und pflegen“ mit Hinweisen zum Reinigen und Einsetzen der Geräte.
Im Alltag zahlt sich vor allem das Weglassen aus, nämlich keine Flüssigkeit, keine Haushaltsreiniger und keine Hitze, kombiniert mit trockener Aufbewahrung.
Dieser Text wurde mit maschineller Unterstützung erstellt und redaktionell geprüft.
Autor:Laura Lüttmann aus Neustadt/Weinstraße |
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